Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 162
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— IÖ2 —

welches doch von ihm nicht unbemerkt hätte
bleiben können.

§• 137-
f) Dem Ochs wachsen die Hörner grösser
als dem Stier, weil der Verknöcherungs-
prozefs am Schedel zunimmt, je mehr das
Gehirn schwindet. — Wenn man dem
Hirsch zur Zeit der Brunst das Geweih,
dessen Bildung gleichfalls von kleinen
Gehirn abhängt (!!) abschneidet, so dafs
er es regeneriren mufs, so wird sein Be-
schlag unfruchtbar, aufs neue aber wie-
der fruchtbar, wenn man es bei der
nächsten Brunst wieder stehen last.

Ich habe des Widerspruchswegen beide
Stellen nebeneinander gesetzt. Der kastrirte
Ochs hat grössere Hörner als der Stier, — der
Hirsch hat keine Zeugungskräfte wenn er sein
Geweih regeneriren mufs. Die Ursache wird aus.
der Luft gegriffen, weil die Bildung des Gewei-
hes auch von kleinen Gehirn abhängt. (?)

• Ich frage: hängt dann nicht die Bildung
des Ochsenhorns auch von kleinen Gehirn ab,
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