Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 174
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II. Es folgen nun diejenigen Organe, welche

den Menschen mit der Außenwelt

vertrauter machen sollen.

§• 152.
Im Allgemeinen mufs ich über diese Or-
gane bemerken, dafs Hr. Dr. G all dieselbe alle
an die vordere untere Fläche des Stirnbeins und
zum Theil in die Augenhöhlen legt.

Da ich nun oben gezeigt habe, h) wie die
durch die Nase eingezogene Luft hier das Kno-
chenzellgewebe expandirt, und also von der
Ausbreitung der äufseren Knochenlamelle auf
die Ausdehnung der vorderen Hirnlappen, nicht
geschlossen werden kann. Da diese ferner mit
der Form des Schedels verändert werden, und
die respektiven Theile des Hirns ihre Lage ge-
gen Stirne und Augenhöhlen ändern , so dafs
z.B. bey Langköpfen (Macroccphalis) das Plafond
der Augenhöhle die vordere Stirnwand wird
so sieht man, wie trügerisch das Urtheil über
den Sitz dieser Organe seyn müfse, wenn sie
auch wirklich zugegen wären.
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