Ackermann, Jacob Fidelis  
Die Gall'sche Hirn- Schedel- und Organenlehre: vom Gesichtspunkte der Erfahrung aus beurtheilt und widerlegt — Heidelberg, 1806

Seite: 194
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§• 175.

3) Er urtheilt aus abgeformten Schedein
und Köpfen in Gyps. Wie kann man sich
aber bei so 'wichtigen Momenten , bei so
sehr vervielfältigten, und in engen Räumen sich
berührenden Organen auf eine solche bildliche
Darstellug verlassen ? Wie noch weniger auf
Mahlereyen und Kupferstiche, die Hr. Dr. Gall
zur Bestätigung seiner Lehre überall vorzuzei-
gen pflegt.

§• 176.
Endlich aber hat er bei allen seinen Un-
tersuchungen vergessen, dafs überhaupt vom.
Besondern auf das Allgemeine kein Schlufs Statt
findet, und doch hat er überall und nur auf
solche Art geschlossen.

§• 177-
Seltsam ist noch die Art welche Hr. Dr.
Gall vorschlägt, die Organe des Schedels zu
untersuchen.

Man soll nehmlich nicht mit den Spitzen
der Finger, sondern mit der flachen Hand die
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