Deutsches Archäologisches Institut [Hrsg.]
Antike Denkmäler (Band 1): Monographie — Berlin, 1891

Seite: 7
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facsimile
i887

Die

TAFEL i3-i7. DAS GRABMAL DER JULIER IN ST.-REMY (PROVENCE).
;erst zahlreiche Litteratur über das Denkmal, seine

Bildwerke und seine Inschrift ist in dem nächsLens erscheinen
>z'™ Bande des C. /. /.. unter n. 1012 von Hirschfeld verzeicln
In Bezug auf Abbildung des Denkmals nimmt den ersten P
ein: Graf Alexander de Uborde, /« mmmienis de la /■><;
(Paris 1816). Taf. 83—85. Aufserdem lose Blätter wie die
dirungen von Esprit Devoux (1757) und Isnard (au "

ts) i

Die Aufnahi
ten, nach «'eiche» das Modell
jhlosse Borelly bei Marseille gearlw
dicht zu sein. Die Abbildungen,
gekommen sind, geben das Bau»
sichten oder in zu kleinem Maafsst

Die

Abg

.■-,1k;

i-La

■ Anliia

raphiscl) aufgenommen, ;
remein zugänglich vervielfältigt. Da nun an
:orische Wichtigkeit des Baus und seiner
; RitscM's Behandlung der Inschrift (1S64)

bei

län

Wi«

I k-raus.^ibe nach exakter Aufnahme der Architektur wie der Skul|
turen ins Werk zu setzen. Diese. Arbeit unterzog sich im Herb:
vorigen Jahres Herr August Senz, Durch Vermittlung des au:
wartigen Amtes erhielt derselbe Empfehlungen der französische
Regierung an die Lokal behörden. Auf das Freundlichste unte
stiiizt wurde er aufserdem in St..Kein)' selbst durch die Herre
J. Mistral Bernard und Gonzalve Hautefort; der erstgenannte Hei
machte namentlich auch auf ältere Litteratur aufmerksam und de
zweite Tuhrtc die Photographien der vier Hauptreliefs aus, nac
welchen Tafel 16 und 17 hergestellt sind. Für alle diese Ford,
rung darf mit dem Danke des Herrn Senz auch der des Institut

TAFEL 14.

1. Schnitt des ganzen Baus. Die Köpfe der beiden Statuen
sind modern.

2. Grundriß des Unterhaus.

3. Grundrifs des Mittelgeschosses.

4. Deckenbildung des Mittelgeschosses.

5. Grundrifs des Obergeschosses.

6 und 7. Einzelheiten vom Obergeschosse und zwar

6. Profil des Unterbalis mit der Säulenbasis,
1t Säulenkapitell und Gcsimsprofil.

TAFEL 15: EINZELHEITEN DES MITTELGESCHOSSES.
,. Der obere Aufbau. Das Ornament des Bogens ist, weil
dort am besten erhalten, der Nordwestseite entnommen, der Noi-d-
ostseite das Gesims mit dem Relief und der Weihinschrift, diese
nach Rirsclil's Facsimile (Prooemhtm iudith sc/10/. Iiib. ßomienshim
1864/65 = O/xtscKla IV. n. XIX zu S. 537fr. Danach Exemßda
scriptum* epigrapkicae latinae cd. Hmbncr 33); dabei ist die un-
günstige Nachwirkung der zu Grunde liegenden photographischen
■ Wiedergabe eines Papierabdrucks auf unserer Tafel nicht zu ver-
meiden gewesen. Das Ornament des Bogens ist auf den übrigen
drei Seiten im Wesentlichen gleich dem auf der Nordwestseite,
nur dafs es sich tri umgekehrter Weise aus den Kelchen ent-
wickelt iin.1 auf der Südostseite nur drei Ranken treibt. Das
Friesrelief der Nordostseite von symmetrischer Anordnung zeigt
inmitten und an den Ecken jedesmal die Mischgestalt eines See-
dämonen. Der Oberkörper eines jugendlichen Mannes läuft von
den Hüften ab in blättrige Flossen aus, unter denen stau der
Beine langgewundene Fischhintertheile zum Vorschein kommen;

ach von jeder Sei,

Auhmhn

maafs der Höhe ist gel
Basis mit einem Schnellm
No. 286*6 und 3&577)-

Hülfe

:hil.:i

:chnet werden. Das Gesammt-
rcll Aufnahme auf gemessener
A. Meißner in Berlin (1). R. P,

TAFEL 13. AUFRISS.
Die Gesammthöhe beträgt von der modernen geneigten Stein-
abpflasterung, welche das Bauwerk umgiebt, bis zur Spitze des
Kegeldaches, soweit dieselbe erhalten ist, 17,90 Meter. Die Rieh-
hing der vorderen Unterbaufläche bildet mit der magnetischen
Nordlinie einen Winkel von 3Sf westlich. In unserer Darstellung
sind die eisernen Anker fortgelassen, welche bei der Wiederher-
stellung des Denkmals angebracht wurden.

Die Dämonen an den Ecken sind g<
Flügel nicht ausgeführt; gegen ihn
her ein Seedrache.

2. Grundrifs und Ansicht des untem Theils.

3. Friesrelief der Südostseite, nach dem Gipsabgüsse in den
K. Museen zu Berlin, dessen Fugen sichtbar gelassen sind. Das
Relief dieser und der beiden andern Seiten des Frieses ist etwas
einfacher componirt, als das der Inschriftseite. Zwischen zwei von
den Ecken her einwärts gerichteten Seedrachen halten zwei ge-
flügelte Dämonen von derselben Bildung wie die auf der Nord-
seite mit einer Hand gemeinsam einen Schild, mit der andern
diultcrt jeder anscheinend ein Ruder; so wenigstens im Sud-
an. Auf der Nordwest- und Südwestseite zeigen diese Mittet
ppen, wie sie hierunter etwas in Verkürzung gesehen dar-
itellt sind, leise Abwechslungen. Statt der Ruder, welche

iider

: Dar.

:its vor dem Schilde am
scheinend jeder eine Kc

TAFEL 16. SOCKELRELIEFS.
: Nordostseite. Reitergefecht.
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