Deutsches Archäologisches Institut [Hrsg.]
Antike Denkmäler (Band 1): Monographie — Berlin, 1891

Seite: 10
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war {Mou. dcll' fast. XI, tav, I). In beiden Fällen weisen die I lichte Beschreibung wurde unmittelbar nach der Ausgrabung, als
Konstruktion der Grabkammer und der Stil der darin gefundenen der Sarkophag noch nicht gleichmäßig ausgetrocknet war, aufge-

KuiistgegensUüule auf das zweite Jalirliundert v. Chr. hin. Mit
dieser Dalirung stimmt die Thatsache überein. dafs der Floren-
tiner Sarkophag einen römischen Uncial-As enthielt, also ein
Exemplar einer Prägung, die 117 v.Chr. begann.

Vergl. Mitth. des röm. Inst. I. i88ö, S. 217—219. Noame
deglt seavi 1886, S. 353—356. Die in den Mitthcilungcn veröfient-

Tafel v.w Grunde liegende Zeichnung hin-
gegen drei Monate später ausgeführt. Hieraus erklärt sich, dafs
die Beschreibimg in einzelnen die: Farben betreffenden Angaben
von der Tafel abweicht.

W. Heijhg.

TAFEL 2i. GETRIEBENER BRONZEBESCHLAG IM MUSEO GREGORIANO.

1 Zeichnu

l in Ori;

t We;

r Wie

-öfse

jend, veröffentlicht im Museo Gregorimto I, Taf. 39 (86). E

im Jahre ,832 in Bomarzo gefunden sein.

Die Streifen 1 und s sind in einer Länge von 0,438 m. ei
ten. Ihre Vollständigkeit wird dadurch verbürgt, dafs auf beide
selbe Darstellung grade drei Mal sich findet und von jeder
;i identische Exemplare vorhanden sind. Von 3 ist nur ei

Midrl

. feil

gebildete Stück.

über die
it ausmach
in Streifen

Hohe

ISrsehl;

1 Streifen wiederholt gewesen 1
nmtlicher Streifen mit Ausnah«

von der des Attributes in seiner rechten Hand ab. Maximilian
Mayer (Giganten und Titanen S. 342) hält dasselbe für eine Keule
und die Gestalt für Herakles; es könnte jedoch auch Zeus mit
dem brennenden Bütte gemeint sein.

2 scheint einen Auszug (/um Kampfe) darzustellen. Beider-
seits mit lebhaften Handbewegungen wie im Gespräche begegnen
sich fünf Männer, von denen einer zwei Pferde hält, und vier
Frauen; der vorderste Mann hält eine Keule, der bei den Pferden
einen Speer; der Hals des vorderen Pferdes ist mit Gehängen
geschmückt.

3 stellt die Gigantomachie dar. Nach Maximilian Mayer
a. a. O. S. 330fr. wären von links her dargestellt: ein hockender
Satyr |; diese haben sonst auf dem zugehörigen Relicfstreifen
Pferdefüfsel, zwei Giganten, die von einer der Erde entwachsenden
Doppel-Winde oder -Ranke umstrickt würden, ihnen gegenüber
ein Gott, dann nach rechts gewandt Hermes im Hut und bekleidet,

scheinlich, dafs der j vielleicl
2ines Holzkästchens Kopfe

ein Kämpferpaar, die vordere Gestalt desselben

liehe Streifen werden übereinander anzuordnen j ein Schwcrdt schwingend, etwa Apollon und Artemis, ferner

sein. Versucht man dieses in einer Ebene und ohne Annahme I Poseidon mit einem Giganten, und, dieser sicher am Blitze kennt-

von Zwischenräumen, so erhält man einen fast quadratischen Raum | lieh, Zeus mit einem andern Giganten; die auf ihn folgende, am

von 0,438 m. lircite und 0.417 '«- Hohe. Die beste Anordnung Halssaume des Gewandes und der Haube als weiblich kenntliche

scheint mir von unten nach oben; 6, 3, 1, 2, 5, 2, 1, 4. Der ] Göttin wäre Hera \:\ mit einem Giganten, auf die, einen ausge-

Beschlag kann aber auch von einer cylindrischen Ciste stammen; rissenen Arm schwingend, auch am Halssaume und der Mütze als

diese würde allerdings bei 0,417 m. Höhe nur 0,138 m. Durch- weiblich kenntlich, etwa Athens mit einem Gegner folgte, endlich,

messer gehabt haben, für diese Annahme spricht aber, dafs der am umgeknüpften Fell und dem Bogen wieder sicher kenntlich,

scheinbar vollständige Streifen 4 links mit einem halben Lotosblatt Herakles, in der Rechten eine ausgerissene Hand [.? eher die

beginnt, welches rechts grade fehlt. Keule| schwingend, vor ihm ein Gigant am Boden und zuletzt

1 .stellt ein Opfer dar, das sechs kahlköpfige Silene mit ein kämpfender Gott, von dem nur die Unterbeine und die einen

Schweinsohren, Pferde-Schwänzen und -Hufen einem thronenden Speer mit Schleife schwingende rechte Hand erhalten ist, Dio-

Gotte, auf welchen Hermes zutritt, darbringen. Die schlecht cha- nysos mit der Thyrsoslonche[?j,

rakterisirten Opferthiere werden als Ziegen aufzufassen 4|n. Der Die Ansicht, dafs der Bronzebeschlag etruskisches Fabrikat

Thronende und Hermes, welcher, an den Fufsftügeln und dem sei, kann ich nicht für richtig halten; meine Gründe hoffe ich an

geflügelten Petasos kenntlich, eine Lanze hält, sind mit langen anderer Stelle darlegen zu können.

Linnenchitonen bekleidet. Die Deutung des Thronenden hängt [ Ferdinand DüMMLER.

TAFEL 22. AMPHORA MIT NIOBIDENDARSTELLUNG.

Od gespanntem Bogen bewaffnet, ver-
: Tochter der Niobe, die selbst der
tt, während hinter denselben Leto

r auf der Rückse
uif der Hauptseite

TAFEL 23. DREI LEKYTHEN MIT DARSTELLUNGEN DES CHARON.

1. Gefunden in einem Grabe vor Athen, unweit der heiligen I dem von links eine Frau mit Opfergaben herantritt, eilt ein klein«
Strafse, jetzt im Polytechneion. H, 0,323 (nach genauer Messung). Mädchen /Mi- Harke des Charon hin, über deren Hinterthcilc ei
Vor dem Grabmale, das mit einer Tänie nmbuiiden ist und zu Eidolon (liegt.
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