Deutsches Archäologisches Institut [Hrsg.]
Antike Denkmäler (Band 1): Monographie — Berlin, 1891

Seite: 17
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'AVK SOGENANNTEN PENELOP1

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Die beiden Tafeln vereinigen, in Lichtdruckbildcrn nach den
Originalen, das Material einer l'ntersuchuiig über die nrspriiun-
liebe Gestalt des unter dem Namen Pcnclo|jc bekannten Typus
der Plastik iiolygnutisdicr Zeit. [luv (".rundzüge wurden am
Winckelmannstc.stc der archäologischen Gesellschaft zu Berlin
vorgelegt (Wochenschrift für klassische Philologie 1888 S. 62).

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)" Micha.

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Geschlecht, die vor den Ohren herabhängenden Locken stellen
nicht im Widerspruche damit: man vergleiche etwa den Peters-
Uirjjl^iriis Friede richs-Wolters _\r. uj. Die hinter den Ohren
herabkomnlendeii Locken sind ergänzt, um die Verbindung mit
den auf der Brust erhaltenen herzustellen. Diese fehlen in lt.
C und gehören nicht der iirsprünglidien Compositum an. son-

fläche brau-ge-chnitteii. wie besonder deutlich links an den
Loekniuid.-n JUS erkennen. Um die rechte Locke sehe ich mit
der i.u|.e auch der Falten- und Lockenrichtung folgende Raspel-
striche, nährend ich sonst rechtwinkelig dazu stehende Meifsel-
slriclie wahrnehme (Petersen). Dafs diese l"eberarhi■itung schon in
antiker Zeit, nicht, wie ich v<n übergehend glaubte (vergl. Petersen in
dem bei C angerührten Aufsätze S. 206. t), bei der Ergänzung, statt-
fand, beweisen einzelne, tief in den Locke 11 furchen haftende Sinter-

aus entlegenem Versteck hervorgezogen wurde, bleibt fragile
Auch H. Meyer, zu Winckelnianns Werken V, S. 530(1812), kern
ihre Herkunft nicht (Michaelis). Höhe 1,155 M., Brette 0,7:
Dicke, am linken Ellbogen gemessen, 0.37. Parischer Marino
Die Ergänzungen aus italischem Marmor, deren Stil mir dem 11
ginne dieses Jahrhunderts zu entsprechen scheint, sind in d.
beistehend skizzirten zwei Ansichten (A, 1. s) schraffiert, Herd
von Thiersch, Epochen S. 435 f. im Wesentlichen richtig ang
geben, kamen gerade die wichtigsten, in Folge des ohne Xacl
prüfnng hingeworfenen Widerspruchs von Raoul Röchelte Motu
rnais imttUs I. S. 163!"., in Vergessenheit. Die Ergebnisse mein.
Untersuchung darüber haben Conzc, Petersen und Andere best!
ligt. Der Kopf sainmt Mals ist antik, aber seine Verbmdun
mit dem Torso und das ihn umhüllende Tuch durchaus neu, w;
unbegreiflich wäre, wenn er von einer Statue mit dieser Gcwnm
Unordnung herrührte, welche durch die antiken Peile und de
Vergleich mit », C, sowie den ähnlichen Figuren (Furtwänglei
Sammlung Sabouroff zu Tafel 15) gesichert ist. Die Ergänzt! 11
hat ferner das zum Typus gehörige Aufstutzen des Kopfes i
die rechte Hand beseitigt. Der aufgesetzte Kopf, zu klein nn
ohne eine Spur der dem Werke eigentümlichen Reliefcompos

Diadun',eiius!;ü|.fe erinnert der sanfte, jedoch nicht l
sichtsausdrnck. Die Bildung des Halses zeugt Pill

zbreit eines Stuhles, von dem man jetzt noch
:n Oberfläche und. an der Führung der Mantel-
ite erkennt. Der moderne Block birgt gewifs
:itskorbes von 15, C. — Auch die Ergänzung
lglückt. Der linke Fufs niufste durch das
11 fest an den ttodun gedrückt, nach einer
Anschwellung in den Manlelfalten der Rück-
tzt. sein. Defslialb und wegen der verfehlten
0111 rechten Knie ab vergleiche man C und
: über dem Texte. — Die Arbeit lies Torso
den durch Einarbeitung der Locken ent-
mul sorgfältig, aber, verglichen mit der
von 11, gelockert und (lau: besonders leb -
land. Sie wird schwerlich älter sein als die
1 Mlfsverständnifs des Copisten ist es, wenn
linkeil über den rechten Schenkel herüber-
irtie mit dem vom Sitze licrabkunimcndo.il
if einstige Beinalung dürfte die undeutliche
ten an den Oberarmen und des Quästchens
vor der rechten Wade hinweisen. Weiter
Sinterflecke hindurch sichtbare rötliche Fär-

■ Xu;

. Mai-



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