Deutsches Archäologisches Institut [Hrsg.]
Antike Denkmäler (Band 1): Monographie — Berlin, 1891

Seite: 29
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TAFEI. 39. WEIBLICHER TORSO VON DER AKROPOLIS ZU ATHEN.

Die Statut, welche die nach einem Atjiiaroll Gillicron's wieder- zu sehen,

gegebenen Ornamente trägt, gehurt zu ticin grofsen 18S6 auf der ' den gröfsci
Akropolis zu Athen gemachten Rinde und isl jetzt im dortigen Mü- weifsgelasse
setim aufgestellt. Abgebildet ist dieselbe Mnsces (T Alhhicsl&l.3.4- die durch (



«fc« ,»w/v«wfo gra

sie Kunst Taf. 2. ! lebt sind,
iisgeführt, namc-nllicii (dunkelgrü

H.f die Schulter herabfallen

1 Eil

lallig i



Iisammen, die durch rechteckig ausge/aluuo dunkelgrü
ingcfafsl werden; am oberen Rande bcglciLri diese
Uli dunkelgrünen Punkten. Die nithen Quadrate zeige
inen in die Bemulung eingeritzten, also weifs erscheir
ineren herumlaufenden Mäander einfachster Art, in dt

Da

leiser

■ Streifen

Di.

lalen

und zwischen dessen Armen ebenso hergestellte weilse 1 'uiikli■.

Das Obergewand ist zunächst mit dem breiten, von dem
ziemlich einfachen Gürtel senkrecht hcrabgehendeii Mittelstreifen
geschmückt, welcher von einem reichen dunkelgrünen Mäander
gebildet wird. In das grüne Band, aus dem er sich zusammen-
setzt, sind kleine Zicrratcn hincingcritzl und zwar streckenweise
abwechselnd bald griifsere l'imkte, bald allernirund l'tmkinwetten
und kleine senkrechte Kreide mit Punkten in den Ecken. Die
Zwischen räume des grünen Mäanders waren rot gefärbt; wie sich
dies Rot gegen das grüne Band abgrenzte ist nicht mehr genau

var auch der ganze Mäauderslreif eingefafst. In
iereckigen Lücken stehen, durch eine schmale
inie von Rot abgetrennt, dunkelgrüne Vierecke,
itzte tbeils schräge, iheils senkrechte Kreuze be-
Grunde des Obergewandes sind PunktroselLeii
rothem Punkt in der Mitte) und ein Voluten-
at angebracht; letzleres, das sich besondere in
berhalb des breiten bunten Saumes, aber auch

Blättern zusammengesetztes Ornament gebildete (."herfall des Ge-
wandes, der schräg über die Brust läuft. Hierin, wie überhaupt,
ist nahe verwandt eine kleine, ebenfalls ;KS6 gefundene, bis auf
den Kopf erhaltene Statue j jetzt mit 48 bezeichnet) und die Athen.
Miltheilungen Xlll. S, ??; erwähnte kleine Figur bei der nur die
langen Locken nicht gedreht, sondern gewellt sind. Die Augen,
welche ungewöhnlich tief zwischen den Lidern liegen, werden wol
mit einem eigenen Stoff, vielleicht Metall, überzogen gewesen sein.
Der rechte, ehemals vorgestreckte Arm, war eingezapft. Auch
an dem davon herabfallenden Zipfel war ein Stück angesetzt, wie
die Spur eines Bohrlochs beweist.

Ein eigenes Interesse verleiht unserer Statue die geschmack-
volle und reiche Bemalung, welche sich besonders an ihrer unteren
Hälfte gut erhalten hatte. Aufser der rothen Färbung der Haare
und der dunkelgrünen des Armbandes findet sie sich mir an der
Gewandung, Das Unlcrgewand zeigt oben einen glatten breiten
Saum, der ehemals «olil dasselbe Ornament trng, wie es noch
dcw linken Ärmel ziert. Dasselbe setzt sieh ans rothen Quadraten

m

und die nebenstehende srhemathehe I lersteunng. +jOJ-

bei der die verschiedenen Farben durch versebie- .."-... :-.\±:
dene Schraffierung angedeutet sind, anschaulich "—-——■—-
machen von oben nach unten zusammen aus einem
schmalen, dunkelgrünen Streifen, der sich in Abständen zu einer
kleinen Öse zusammenlegt, also wol eine aufgenähte Schnur dar-
stellt, einem breiteren hellgrünen Band, daran dicht anschließend
einem breiten roten Streifen mit verschiedenen sogleich zu nen-
nenden Ornamenten, wieder einem hellgrünen Band und einem
schmalen dunkelgrünen Streifen, der zu-

gleich der
Der rote i

.-stellt.

1 klei

ritzte Kreuze in Vierecke getheill, ir
ren Mitte dunkelgrüne Quadrate sie
n. die selbst wieder alternierende ein
riizte jfcifse Ornamente tragen. Au:
r Rückseite der Figur sind die fei-
ten Ornamente weggelassen, die grü-
1 Quadrate stehen ohne weiteres im

1 Sii-eif



faches eingeritztes Kreuz : vgl. die neben-
stehende Abbildung.

Endlich zeigt das Obergewand auf
der rechten Schulter das hierneben sche-
matisch wiedergegebene Ornament, je-
derscits von der Nestelung drei dunkel-
grüne Streifen, von denen der miniere
weifs, eiligerilzt, dir' alternierenden l'unkl-
rosetten und Kreuzehen mit Punkten in
den Ecken trägt, die beiden andern da-
gegen mit dem einfachsten Mäander in
gleicbei' Manier geschmückt sind. Ganz
grüner Streifen vorbei, der zwar nur rc
auch links fraglos vorauszusetzen ist.

11 gehl dann ein bell-
erhalten, aller doch

TAFEL 4o. KOPF DES VATIKANISCHEN MELEAGROS UND KOPF IN VILLA MEDICI.

I, Kopf des vatikanischen Meleagros, a in Vorder-, 6 in wie auch die Ähnlichkeit mit dem vatikanischen Meleagros, kürzlich

Seitenansicht. Die Statue, ungewissen Fundorts (s. Visconti Mus. von mehreren gleichzeitig erkannt wurde, von B. Graef erörtert

Ph-Clem. IIS. 3otj), ist abgebildet bei Visconti a. a. 0. T.XXX1V; und S.aa2 Aiun. 1 mit Messungen dargethan ist.1) Gipsabgüsse

Pistolesi Valicano i/csrr. IV T. S6 (vgl. S4); Amiali doli' Inst, 1843 H; beim Institut.

Miliin Call, mytli. CXXXV1I1, .110 (im Gegensinn); Clarac 805, 2021. Da eine Abbildung nach den Originalen wünschenswert schien

;. a. Vorder, und b. Seitenansicht des Kopfes, weichereiner war es, bei der sehr verschiedenen An ihrer Aufstellung, leider

Apollostatue im Garten der Villa Medici in Rom aufgesetzt ist : nicht möglich; die Köpfe in gleicher Beleuchtung zu geben.

(Matz-Duhn I. n. 215). Der Kopf von parischem (die Statue von Rom. E. Petersen
penlclischem) Marmor hat die in neuerer Zeit ergänzte Nasenspitze

wieder verloren. Vgl. Römische Mittheilungen des Arcli. Instituts IV w , \ 1|L" c™' '»•';■" 'l:""'^-.........I;;.....; ,1,r- 1""|.'l'|l; *>" f-"^> ■»•<s^><«"

S. iRö. :ig, 1. 220, 13. 232, wo die Beziehung zu Skopas, welche, ""''""
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