Deutsches Archäologisches Institut [Hrsg.]
Antike Denkmäler (Band 3) — Berlin, 1926

Seite: 27
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semper obliquum intuentis et torvum atque pulchrituclo
staturae liniamentorumqiie recta compago maiestatis regiae dccus
implebat."

Von Statuen des Valentinian erwähnt der Anonymus Bandurii
Hb. I p. 19 eine silberne in Konstantinopel; Malalas Chronogr.
S. 339 (Bonner Ausg.) mehrere, die Valens in Antiochia stiftete,
darunter eine auf hoher Säule. Vergoldete Bronzestatuen der
beiden Brüder scheinen auf dem Triumphbogen am pons Valen-
tinianus in Rom gestanden zu haben; was davon erhalten ist, reicht

zu einem ikonographischen Vergleich leider nicht aus; von einem
Valentinian können aber die wenigen Gesichtsfragmente nicht her-
rühren, da Stirn- und Brauenbildung abweichen; es wird Valens
sein; die stilistische Übereinstimmung ist eine vollkommene1).

') Vgl. Rom. Mitt. 1911 S. 238 f. — Der dort zur Rekonstruktion benutzte Kopcnhagner
Mariimrkopf Fig. 2 (»bg. auch Ny C.irlsbcrg Glyptothek, Billedta\ler I XVI Nr. 771) ist wegen
ganz starker 1'rg.tnziiiigcn ikonogr.iphisch wertlos; er ist möglicherweise eine Replik der
Kmiserbtttt« in I'lorenz, Bernoulli II } I f. 51, Arndt-Bruckmann Tf. 84/85. — Photographien
und gen.mc Angalien ulier den I-.rh.iltungszustand verdanke iefa Herrn Direktor Dr. C. Jacobsen
und Herrn Dr. Oppcriuann.

Herbert Koch.

Tafel 22—24. SARKOPHAG IN MELFI.

Der Sarkophag wurde 1856 bei Venusia an der Via Appia
gefunden und steht jetzt im Rathaus in Melfi; es ist geplant, ihn
nach Neapel ins Museum zu bringen. Der Marmor scheint pen-
telisch zu sein. Die Datierung ergibt sich aus der Haartracht
der Deckelfigur; sie findet sich bei Faustina d. J. und Lucilla um

165 n. Chr. Eine genauere Beschreibung der Sarkophags erscheint

im Jahrbuch des Instituts XXVIII 1913 S. 277 fr

Wichtigste Literatur: Hullettmo archeologico Napolctsno N. S. 1S55/0, 171
Monuments Piot IX 209 Abb 2. Th. Reinach.

Minervini,

R. Delbrueck.

Antike Denkmaler 1913

M
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