Adamy, Rudolf
Die fränkische Thorhalle und Klosterkirche zu Lorsch an der Bergstraße — Darmstadt, 1891

Seite: 49
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Zu den Abbildungen

Lig. l- 5cite t- äüdliche Tlnsicht des Ulosters und
^leckensLorsch. ZweitesViertel dess7. Zahr-
hunderts. Nach INerian.

^ig. 2. Seite 3. 5 üdliche Ansicht des Alosters und
^leckens Lorsch. sSYO. — ?aß die Nserian'sche
Ablnldung auf einer Zeichnung nach der Natur beruht,
bewcist die Uebereinstiinmung der Nmfassungsmauer des
Alosterbezirkes mit Lig. 2. Non den sieben Thürmchen
in Lig. s gehören zwei der ksauptkirche, eines einem offenbar
romanischcn Alostergebäude, cin anderes dem Rathhause,
cin drittes der Airche des Mrtcs an. Die übrigen beiden
Thürmchen gehoren wahrscheinlich zu Airchen oder Aapellen
des Alosters; ob das eine davon der Anchaelskapelle
zuzuweisen ist, muß dahingestellt bleiben. Zu sehen war
es von dem ätandpunkte des Zeichners aus nicht. Von
der lsauptkirche scheint das Auttelschiff auch nach dem
großen Brande noch zu kirchlichen Zwecken benutzt worden
zu sein. Die beiden lhauptthürme sind jedoch schon nicht
mehr vorhanden. Vgl. oben S. s6.

Fig- 3- 5cite -s. 2lnsicht der drei Zoche der romanischen
Airche. Aufnahme von Nordosten. kseutiger Bestand.
Dic Gstseite ist durch eine Lachwerkwand abgeschlossen.
Die ^enster smd sämmtlich neueren Ursprungs.

^ig. Seite ö. Gstsa<,iade der Thorhalle. Die drei Bogcn-
öffnungen sind seit der Nmwandlung der Thorhalle zu
einer Aapelle zugemaucrt. Vgl. S. 2s. Neber dcm alten,
auch an der Giebelseite sich ehemals fortsetzenden steinernen
Hauptgesims wurde l?2H auch das ksolzgesims erneuert.

Fig. 5. Seite 7. Ansicht der Torscher Nkichaelskapelle
sThorhalle) ncbst der romanischen Airchen-
ruine. Nach einer Zeichnung und Aadierung von
Lambert von Babo. s8l9- Die Zeichnung ist nicht ganz
^enau. Die Anster der Thorhalle sind hier als spitzbogig
angcnommen. Die alten Zeichnungen — vgl. Lig- sö —
zeigen rundbogige Lenster. Der südliche halbrunde Treppen-
thurm ist noch vorhanden. Der Fußpfad zur Linken führte
nach Bensheim; im ksintergrunde wird die alte ksaupt-
scste der Ncichsabtei Lorsch, die Starkenburg sichtbar.

Lig. 6. Seite 8. Lageplan der Alostergebäude in Lorsch
nach dem Bestande von s 888. NAr machen aus
die Steigung des Terrains zwischen Thorhalle und Airche
ausmcrksam, die bci der Rekonstruktion in Betracht zu
ziehen war.

Fig. 7. n. 8. Alte Lagepläne des Alosters nach Grigi-
nalen im Großherzoglichen b)aus- und Staats-
archiv zu Darmstadt. Berkleinerungzum Griginal: '/8.

^ig. 9. Seite sO. Ansicht der südlichenGiebelseite der
Thorhalle mit Andeutung des verschiedenen
Näauerwerkes. Ts kam hier daraus an, die Tck-
quadern von dem opu8 incsrtum des Giebelmauerwcrks
mit seinem Berputz sich krästig abheben zu lassen und
das Berhältniß des Nkauerwerks des Treppenthurms
zu dem des Giebels anzudeuten.

Fig. sO. Seite ll- Perspektivische Ansicht eines Pseilers.

Ts ist hier an den inneren Wandungen des Bogens die
chtelle angedeutet, wo ehemals der hölzcrne Verschluß
cingcsetzt war. Die chchwellung dcs Säulenschastes tritt
hier dcutlich hervor.

Fig. ll- ^eite l2. cZuerschnitt der Thorhalle in dem
Z u st ande vor l? 2 ch Die vermuthlich in lsolz her-
gestellt gewesene spitzbogige Decke konnte zwar nicht in
ihrer Aonstruktion, wohl aber an den hinterlassenen
chpuren im Berputze der Giebel und nach den gemalten
umrandenden Atreifen nachgewiesen werden. Die Dach-
fenster mußten nach Fig. so angenommen werden. l?2^
wurde bei Trneuerung dcs Dachstuhls das spitzbogige
Gewölbe beseitigt und eine flache Decke eingezogen.

Fig. s2- 5eite l^l- IDestseite des Borhoses. Rekonstruktion.

An die Thorhalle schlossen sich, wie sür die rechte
Seite festgestellt wurde, die Tinsriedigungsmauern des
Borhofes an; vermuthlich sührtcn bei dem Borhandensein
von Borhosshallen Thüren zu beiden 5eiten in jene
hinein. Das Dach ist in seiner ursprünglichen Neigung
dargestellt.

Fig. lo. 5eite l8. Grundriß der fränkischen Airchen-
anlage. Rekonstruktion nach INaßgabe derNntersuchungen
und urkundlichen Nachrichten. Die Thorhalle, die Nin-
sassungsmauern des Vorhoses und die ^-eitenschiffmauern
der Airche ergaben sich aus den noch vorhandenen, zum
Theil durch Ausgrabungen sestgestellten Thatbestand.
Tin ^uerschiff konnte nicht nachgewiesen werden. Die
Lagc der Thürme ist wahrscheinlich richtig; ihre Gestalt
war jedoch nicht mehr festzustellen. Gb sie von vorn-
herein auch sür die fränkische Airche vorgesehen waren,
ist zweifelhaft. Zedenfalls aber waren sie bei dem
Brande im Zahre lOHO vorhanden. Die Vorhalle ist
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