Adelung, Friedrich von; Mayerberg, Augustin von
Augustin Freiherr von Meyerberg und seine Reise nach Russland: Nebst Einer Von Ihm auf dieser Reise veranstalteten Sammlung von Ansichten, Gebräuchen, Bildnissen u.s.w. (Band 1) — [S.l.], 1827

Seite: 53
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er sey verreis't, so zog dieser vor, Heber ohne
Arzt zu bleiben, und verlor auch sein Fieber
glücklicherweise nach einigen Tagen von selbst.
Es fand sich später, dass man den welschen Arzt
absichtlich nicht geschickt hatte, weil man ihm
nicht recht traute, wovon folgende
komische Ursache anführt. Ein polnischer Gene-
ral, Namens Go-wecsZy, der sich als Kriegsgefan-
gener in Moskau befand, war kurz zuvor krank
gewesen, und hatte den erwähnten Doktor rufen
lassen. Dieser untersuchte seinen Zustand und
empfahl ihm Cremor Tartari, über welches Mit-
tel er sich weitläufig mit ihm unterhielt. Der im
Zimmer des Kranken zur Wache befindliche Offi-
zier, der das Wort ?<37^<27Y oft aussprechen hör-
te, glaubte es sey von den Tataren die Rede,
welche gerade ganz vor kurzem einen Einfall in
das russische Gebiet gemacht hatten, und hielt
es für seine Pflicht, dem Bojaren .D%7MJo-
df/ZosA/ovZ'//', unter welchem die ganze
Medizinal-Behörde stand, von seinem Verdachte
Anzeige zu machen. Es gelang zwar dem Ange-
klagten bald, sich zu rechtfertigen, Y17eyc7Verg-
abe!' glaubte, man habe immer noch etwas Miss-
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