Adelung, Friedrich von; Mayerberg, Augustin von
Augustin Freiherr von Meyerberg und seine Reise nach Russland: Nebst Einer Von Ihm auf dieser Reise veranstalteten Sammlung von Ansichten, Gebräuchen, Bildnissen u.s.w. (Band 1) — [S.l.], 1827

Seite: 58
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von dem Fussboden, denScitenwänden und dem
Getäfel der Decke kein Fleckchen zu sehen war,
das nicht sorgfältig helegt gewesen wäre. Der
Grossfürst befand sich in dem zweiten Zimmer ,
welches sehr gross, in Stein gewölbt, von einer
grossen Menge Wachsfackeln 44) erleuchtet und
mit persischen und niederländischen Tapeten
und Stoffen verziert war. Er sass in einer Ecke,
neben dem Fenster, auf einem kostbar verzier-
ten Armstuhle, das Haupt mit einer von Perlen
und Edelsteinen strahlenden Mütze bedeckt und
die Rechte auf einen langen elfenbeinernen und
mit Diamanten besetzten Stab 45) gestützt. Zu
seiner Linken befand sich eine grosse Anzahl
von Rätlicn auf einer, an der Wand umherlau-
fenden , Bank sitzend. Sobald die Gesandten her-
eingetreten waren und ihm ihre Ehrerbietung
bezeigt hatten, befahl er ihnen nahe an dem
Fenster, ihm gegenüber, auf einer gepolsterten
in der Mauer befestigten Bank Platz zu nehmen
und liess sich durch den neben ihm stehenden
Kanzler, iAzrz'on ZqpMcAzva, nach ihrem Befinden
erkundigen. Hierauf erhob er sich von seinem
Sessel, blieb auf der daran befestigten Fussbank
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