Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft   [Hrsg.]
Die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft 1883/1908 — Berlin, [1908]

Seite: 28
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Die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft hat im Jahre 1888 eine Pensions- und Unterstützungs-
kasse gegründet. Diese gewährt Angestellten und den Hinterbliebenen solcher einmalige oder
dauernde Beihilfe. Anfangs 1908 betrug ihr Vermögen 4 J27900 Mark.

Im Jahre 1893 wurde die Mathilde Rathenau-Stiftung ins Leben gerufen. Sie unterstützt weib-
liche Angestellte, ferner Frauen und Kinder von Angestellten der Firma oder einer Tochtergesell-
schaft durch kostenlose ärztliche Behandlung, Arznei, Kur, Verpflegung usw., durch Entsendung
von Kindern in Ferienkolonien und das Stellen von Pflegerinnen für erkrankte Hausfrauen. Das
Vermögen belief sich am 1. Januar 1908 auf 121} 800 Mark.

Seit 1893 steht den Angestellten auch ein Konsumverein zur Verfügung; seine günstigen Be-
dingungen erleichtern die Anschaffung von Nahrungsmitteln und Heizmaterial.

1899 errichtete die Gesellschaft eine eigene Betriebskrankenkasse, die zu Beginn des Jahres
1907 ein Vermögen von 900700 Mark besaß. Sie gewährt ihren Mitgliedern freie ärztliche Be-
handlung, Arznei usw. oder Kur und Verpflegung, bei Erwerbsunfähigkeit Krankengeld, für den
Todesfall ein Sterbegeld, an Wöchnerinnen Unterstützungen.

Zum Gedächtnis und unter dem Namen des am 19. Januar 1903 verstorbenen Direktors Erich
Rathenau entstand 1904 eine Stiftung, aus der Kinder von Angestellten der Firma oder einer
Tochtergesellschaft Stipendien zur Ausbildung für einen technischen Beruf erhalten können. Am
1. Januar 1908 waren 240300 Mark im Vermögen.

Neben diesen allgemeinen Wohlfahrtseinrichtungen bestehen noch besondere, teils gesund-
heitlicher, teils wirtschaftlicher Art für die einzelnen Großbetriebe.

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