Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 37
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0051
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Kammer d. Amten, Mumienbinden u. a.

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Wd. XI) sich befand. — Unten vier Ständer mit Schalen zu I
Opfern. Darüber vier Bäuerinnen mit Speisen und Wasser.
Oben zwei Priester vor dem Toten; der eine spendet ihm
Wasser, der andere vollzieht ihm die Ceremonien der Mund-
öffnung, die zu den Gebräuchen der Bestattung gehörte,
i) Unten wieder Wasserspende und Mundöffnung. Darüber
Diener mit Stock, Sandalen, Leinwand, Krug und dem
als Kopfkissen dienenden Gerät (vgl. zu Kasten C). Oben
Zerlegen des Opferstieres; ein Diener trägt das Herz und
ein Rippenstück fort. — (Lepsius aus Sakkarah.)

8057. Mumienbinden König Pepi's I. (S. 3) aus seiner
Pyramide. Ursprünglich weifs, aber durch den bei der Balsa-
mierung verwendeten Asphalt gefärbt. Besonders fein die
oberste, die dritte von oben gesäumt. — (1881 durch
Brugsch.) Leinwand.

8058. Mumienbinden des König Mer-en-re (S. 3), die
oberste gesäumt. — (1881 durch Brugsch.) Leinwand.

8800. Chui, ein hoher Palastbeamter (etwa Dyn. 4) mit
Szepter und Kommandostab. Rechts oben ein Opferkrug.
Gute Arbeit mit Angabe der Muskeln. — (1886.) K. h. 1,24 m.

Neben I

10661. Statue eines Mannes, die R. hielt den Kommando-
stab, die L. stützte sich auf ein Szepter. Das runde Ge-
sicht ist Porträt (die Augen waren eingelegt); der Körper
ist zu schmal, wohl nur weil das Holzstück nicht aus-
reichte. Der Schurz ist aus Stuck. Nach der Form des
Schurzes wohl jünger als Dyn. 6. — (1889.) H. h. i,36 m.

Wand II

n5o. Thürbalken aus dem Grabe des Freundes des Palastes,
des Obersten der Priester an der Pyramide „Grosse" des Königs
Chafre, des beim grossen Gott geachteten und bei seinem Herrn
geachteten, des von seinem Herren geliebten, der täglich thui,
was sein Herr liebt, des königlichen Verwandten Chafre-onch.
Dyn. 4. — (Lepsius aus Gizeh) K. 1. 98 cm.

1149. Von der Scheinthür eines Setu, der täglich seinen
Herrn (d. h. den König) liebte, der von seinem Herren geliebt
ward, der von seinem Herrn geehrt icard. Mit der so-
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