Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 56
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0070
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56 Saal V. Mittleres Reich (2200—1800 v. Chr.)

I u. II dass er wandle auf den herrlichen Pfaden des Westens, auf
denen die Ehrwürdigen wandeln und dass er begraben werde
schön in dem westlichen Gebirge .... dass er gepriesen werde
täglich von dem Vorleser. — (1879 durch Travers.) Fremdes
Nadelholz, 1. 2,i5 m.

Zu 7796. Sarg eines Teti-sa-sobk; am Kopfende zwei
Augen, mit denen der Tote gleichsam aus dem Sarg
schaut (S. 72). Als Inschrift (war grün ausgefüllt) die
Opferformel. — (1879 durch Travers.) Aus demselben
Grabe wie der vorige Sarg. H. (fremdes), 1. 1,87 m.

10184. Sarg des Schreibers Apa-anchu; am Kopfende
die Augen, im 1. noch die Einlage aus Stein und Kupfer.
An der Längsseite die Opferformel: Ein Opfer, welches der
König giebt — Osiris, der Herr von Busiris, der Erste derer,
die im Westen sind (d. h. der Toten), der Herr von Abgdos.
Es möge ihm ein schönes Totenopfer in seinem Grabe in der
Gräberstadt gebracht werden, er möge von dem Vorleser täg-
lich gepriesen werden, (er) der Ehrwürdige, Apa-anchu. —
Schlechte Stellen des Holzes sind ausgeflickt.

Im Inneren aufser Texten, die das Leben nach dem
Tode betreffen, zerstörte Malereien: Dinge deren der
Tote im Jenseits bedarf. Vgl. die alte Abbildung unter
dem Sarge: a) Tisch mit Armbändern und Tisch mit Hals-
kragen. — b) Bild einer Thür (vielleicht um dem Toten
als Ausgang aus dem Sarge zu dienen); Tische mit Speisen,
Wasserkrüge mit Blumen geschmückt, Korb mit Früchten
u. s. w. — c) 4 Oelgefäfse. — d) Sandalen. — H. 1. 1,87 m.

i38i. Von dem Perlenschmuck der Mumie des Apa-
anchu, aus glasierten Perlen: Halskragen weifs und grün,
mit Eckstücken und eigentümlichen Endperlen (?). (Zu-
sammensetzung neu.) — Netz hellblau, dunkelblau und
gelb. (Ein Teil erhalten, danach zusammengesetzt.) —
Netz, hellgrün. — Fäden des Netzes.

10181, 10182. Vom Leichentuch und der Perrücke der
Mumie des Apa-anchu. Die Perrücke hatte Strähnen aus
Leinenfäden, die oben an einer Schnur befestigt waren;
eine mit Stuck überzogene, bemalte Leinwand gehörte
auch zu ihr. — Das Tuch ist befranzt.
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