Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 62
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0076
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02 Saal V. Mittleres Reich (2200—1800 v. Chr.)

B lebest und redest vor ihr. Dann aber der Königin als Be-
hälter ihres Toilettenkastens beigegeben und nun nach-
träglich mit der Aufschrift versehen: Geyeben als Belohnung
an die grosse Königliche Gattin . . . Mentu-lwtcp die selige.
— H. bemalt, h. 67 cm.
D, Schautisch .Zumeist wohl aus dem m. K.

10744. Opfertafel aus rotem Thon als billiger Ersatz
des Opfersteines für ein bescheidenes Grab. Die zwei
Rinnen zum Abflufs des aufgegossenen Wassers; daneben
Speisen dargestellt: Brote, Fleischstück und die Hörner
des Opferstieres.
10786. Opfertafel aus gelbem Thon; die Wasserrinnen
kreuzen sich. Dargestellt: Brote, Fleischstücke, ein Kalbs-
kopf, ein Vogel und ein Hase.
10771. Hölzerner Kasten mit Schiebedeckel; hinten am
Kasten war ein Knopf, der mit einem anderen in der
Rückwand zusammengebunden wurde, um den Kasten
zu verschliefsen.
95S7. Hölzerner Doppelkasten mit zwei Schiebedeckeln.
Körbchen aus Pa Im fasern, aus Theben, dabei: qgi 1—9913
war mit Sykomorenblättern gefüllt; aus einem Grab der
Dyn. 11. (Gesch.Schweinfurth.) — ioSi3 mit Früchten gefüllt.
Steinmesser der Slg. Passalacqua, dabei: 343i grofses Messer
ohne Griff. — 343o, 3432 mit Griffen, wie sie auf den Bildern
des a. R. von den Schlächtern benutzt werden (S. 34).
V und VI, Wand Grabsteine des m. r.

Die Thürform ist fast ganz verschwunden; als charakteristische
Form bildet sich allmählich die einer oben gerundeten Platte heraus.
Der Tote ist meist beim Mahle dargestellt; vor ihm stehen, ihn ver-
ehrend, seine Angehörigen. In der oberen Kundung gern die beiden
Augen (S. 40, 7717), oder die Totengötter Up-uat als zwei Schakale, oder ein
Gefäfs mit Wasser zur Erquickung des Toten oder endlich ein Siegel-
ring, dessen Bedeutung wir nicht kennen. — Meist aus Abydos, vgl. S. 54.

1197 des Hefner, ihm von Tai, seinem geliebten Sohne, seinem
Erben, der seinen Namen leben macht und sein Grab baut
und seinen Opferstein aufstellt und seinen Platz in der Gräber-
stadt verschönert, errichtet. Der Tote und seine Frau beim
Mahle, er hält ein Salbgefäfs, sie eine Blume. Vor ihnen
drei Söhne, die ihnen Gänse bringen. Der Speisetisch
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