Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 80
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0094
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8o Saal VI. Anfang des neuen Reiches (1600—i5oo v. Chr.)

I u. II machte; also vielleicht von diesem Privatmann zu Ehren
des Königs in den Amonstempel geweiht. Auch hier
Ausmeifselungen Amenophis' IV. — (Lepsius.) Schw.
Gr. 1. 43 cm.

III, Wand

2279. Kopf der Königin Hat-schepsut mit der Krone
von Oberaegypten. Von einer stehenden Statue aus Der-
el-bahri. Ergänzt; die nicht polierten Stellen waren wohl
bemalt. — (Lepsius.) R. Gr. h. 82 cm.

818. Gedenktafel von einem Diener der thebanischen
Grüberstadt in einen Tempel geweiht; zeigt ihn vor
seinen Göttern knieend. Zu oberst das Schiff der Sonne,
in dem sie den Himmel befährt; in der Sonnenscheibe
hockt sperberköpfig der Sonnengott, bezeichnet als Iic-
Harmachis, der grosse, friedvolle (?) Gott; Amon-Iic, der Herr
von Karnak, der von Theben, der grosse Gott, der geliebte.
Darunter der Sonnengott Chepre in Gestalt eines ge-
flügelten Käfers. Links eine ganz ungewöhnliche Dar-
stellung: ein niedriges Gebäude mit Thür, darüber sieben
Fische, vermutlich heilige Tiere. — Rückseite und Schmal-
seiten waren mit Inschriften bedeckt, von denen nur noch
die Verse: ich rede von [dem Ruhm] deiner Person im
ganzen Lande, ich werde dich mir zum Gottc machen und
dir ... lesbar sind; sie gehören keinem der alten Hymnen
an. Wohl später als Dyn. 18. — (Minutoli.) H. h. 38 cm.

1632. Thürpfosten eines Grabes mit der Aufschrift: es
verehrt den Mond, wenn er untergeht im Lande Ma-nu (fabel-
haftes Gebirge im Westen) der . . Vorsteher der Arbeiten,
Ptah-mose der selige; vgl. den anderen Pfosten an Wd. IV.
— Die Grabthür trägt solche Aufschriften, weil der Tote
in sie tritt, um Sonne und Mond zu verehren. — (Atha-
nasi 1843.) K. h. 1,96' m.

jö36. Vom Tempel von Der-el-bahri von der letzten
Terrasse. Aus den Bildern der zu Ehren der verstorbenen
Könige hier gefeierten Feste; die obere Reihe stellte die
Totenopfer dar (kenntlich noch ein gefesselter Stier), die
untere die Ueberfahrt des Königs und der Königin über
den Nil: wie man freudig im Westen landet, während das
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