Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 92
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0106
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92 Saal VII, Wand I—XI. Neues Reich (1600—1100 v. Chr.)

Zwi- die Würdigkeit (des Alters) in Frieden. Auf der andern
sehen Seite betet er zur Abendsonne: du gehst unter, mein Herr
u' 1 Re, Lass mich in deinem Gefolge %wm Totcnreieh gehn, dass
mir die Götter sagen : Willkommen, du von dem grossem
Gotte Belohnter. — Zu den Wünschen des Toten gehört
es, Auf- und Untergang der Sonne von der Thür des
Grabes aus sehen zu dürfen; die Erfüllung dieses
Wunsches wurde ihm vielleicht durch Beigabe einer
solchen Pyramide erleichtert, vgl. 2090 an Wd. XII. —
(Passalacqua aus Memphis.) Schw. Gr. h. 39 cm.

B, Schautisch

Auf dem Schautisch

7347. Statue, des Prinzen Meri-Atum, Sohnes Ramses' II.
und Hohenpriesters von Heliopolis. In der Tracht seiner
Zeit (am Hals der Ausschnitt des Obergewandes), mit der
Prinzenlocke (S. 21), im Arm hielt er einen Stab mit
einem Götterbild. Die Inschriften rühmen ihn als Richter
der Mensehen, den der König vor die beiden Länder stellte;
man war zufrieden über das, ivas aus seinem Munde kam.
Auch dafs er der Sohn der grossen Königlichen Gemahlin
Nefret-ere-mer-en-mut war, wird ausdrücklich betont. —
(1872 durch Brugsch.) Schw. St. h. 35 cm.

8431. Thronender König, das derbe Gesicht erinnert an
Thutmosis I. (vgl. Saal XI, Wd. VIII); hinten war eine In-
schrift vorgezeichnet. — (Posno.) K. h. 32 cm.

20S6, 2057. Amenophis II. bringt knieend zwei Weinkrüge
dar; er heifst geliebt vom Ghnum, der die Bogenvölker
bändigt, d. h. einem Gotte Nubiens. In der That stammen
beide Figuren aus Ben-Naga (nördl. von Chartum), es
sind die südlichsten Denkmäler der aegyptischen Herr-
schaft. — (Lepsius.) R., nicht aegyptischer Sdst. Bei 2o56
der Kopf, 2057 der Unterteil ergänzt.

4422. Gruppe des Nacht-min, Grossen des Hauses der
Königin und seiner Frau Mer-seger. Aus Heliopolis,
daher trägt Nacht-min einen Stab mit dem Sperberkopf
des dortigen Sonnengottes, die Frau hält das Sistrum, das
Instrument der Frauen. — (i833) Schw. Gr. h. 32 cm.
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