Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 151
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0165
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Bild der Ta-maket; Grabreliefs

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Kleidern, Weihrauch, Oel, Blumenspenden, an allem Guten
und Beinen, wovo/i ein Gott lebt, was der Himmel giebt, die
Erde erzeugt und der Nil aus seiner (Quell)grotte bringt.
Sodann dafs er hin- und herfahre auf dem Felde Earu und
herausgehe am Tage unter dem Gefolge des Horns, um die
Sonne bei ihrem Aufgange zu schauen. — Aus demselben
Grabe das danebenstehende Relief 7278. — (Passalacqua,
Memphis.) K. h. 1,44 m.

2273. Opferstein des Meri, Priesters des Ptah; lag ebenso
wie die alten Opfersteine auf dem Boden, die Abflufs-
rinne dem Grabstein zugekehrt. Dargestellt eine Opfer-
tafel mit Broten verschiedener Form, zwei Wasser-
krügen, Schale und Töpfchen, Napf mit Früchten, Gans
und Blumenstraufs. Am Rande Inschriften wie: 0 Priester
des Ptah Meri, empfange dieses dein Brot (noch) warm und
dein Bier. — (Passalacqua.) K. br. 65 cm.

727S. Aus dem Grabe des ebengenannten Rii. Das
schöne Relief stellt Rii und seine Frau Maea beim Mahle
dar, von den Angehörigen verehrt. L. sitzen die Ver-
storbenen in reichen Gewändern, gesalbt und mit Blumen
geschmückt; die Hand, mit der Maea ihren Gatten um-
fafst, ist durch sein dünnes Kleid zu erkennen. Am
Stuhl der Frau ist ihr Schoofsaffe angebunden. Vor ihnen
ein reich besetzter Tisch und zwei Weinkrüge. Unter
den Angehörigen steht voran der Stalloberst Maea, der
räuchert und Wasser sprengt. Ihm folgt der Totenpriester
Ahe-nofer, priesterlich gekleidet und kahl; das Wasser,
das er spendet, spritzt über die Häupter der Toten hin.
Dann ein Mädchen, das Speisen auf einer Matte und
Lotusblumen bringt, am Arm trägt sie vier Gänse. Zu-
letzt ein Mann mit einem Kalb und einem Blumenstraufs.
— (Passalacqua, Memphis.) K. 1. 1,69 m.

Aus dem Grabe eines Hohenpriesters von Memphis,

etwa des Nefer-ronpet, des Zeitgenossen Ramses' II. (S. 154). (1894
durch Reinhardt).

12410. Der Tote in seinem Ornat mit der Locke (S. 143),
dem seltsamen Brustschmuck und altertümlichem Schurz,
betet, vermutlich vor Osiris: ich komme in Frieden auf den
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