Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 158
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0172
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158 Saal VII, Wand I—XI. Neues Reich (1600— 1100 v. Chr.)

XI Darstellung: sechs Diener mit Speisen; der erste, der
Kuchen und Blumen trägt, ist der Diener Kaa, der vierte
führt eine Antilope, der fünfte trägt einen Krug. (Vgl.
das folgende Relief.) — (Pass., Memphis) K. h. i,3i m.

7277. Gegenstück zum Unterteil des vorhergehenden.
Sieben Diener mit Speisen; der dritte bringt ein Kalb,
der vierte einen Reiher. — (Pass., Memphis) K. 1. i,o3 m.

2093. Aus einem Grabe? Nefer-ronpet, Beamter der theba-
nischen Gräberstadt und eine andere Person beten vor
Amon-Re und vor dem Königlichen Geiste (Ka) Königs
Ramses' IL — (Lepsius) K. 1. 3l cm.

1116. Von einer sogenannten Königstafel, d. h. einem
Denkmal, das ein Gebet oder Opfer vor als heilig ver-
ehrten alten Königen darstellt. (Vgl. 1625 an Wd. X.)
Erhalten sind fünf Könige des alten Reiches; der erste
war vermutlich Chaf-re, die folgenden sind Dedef-re,
Men-ke-re, Hor-ekau und vielleicht User-en-re. Man er-
sieht aus dieser Probe, dafs nur ein Teil der Könige auf-
gezählt war. — (Lepsius, Sakkarah) K. 1. 69 cm.

2077. Gesims vom Dache des Tempels von Medinet-
Habu, den Ramses III. (S. 7) Theben gegenüber er-
baute. Hohlkehle mit den altherkömmlichen (S. 40, 1114;
41, 1109) Farbenstreifen, dazwischen die Namen des
Königs; die Zeichen stark vertieft, um von unten lesbar
zu sein. — (Lepsius) Sdst., der Rundstab ergänzt; h. i,o3 m.

2078. Oberteil einer Wand des Chons-Tempe ls in
Theben, die mit den Namen Ramses' IV. (S. 8) ge-
schmückt war. Die einzelnen Zeichen dieser Namen sind
spielend so zusammengesetzt, dafs sie zwei kleine Bilder
ergeben: den König, der vor Amon kniet und ihm ein
Bild der Wahrheitsgöttin überreicht. — Unten Rest eines
grofsen Reliefs (Geier). — (Lepsius) Sdst. 1. i,38 m.

Kasten an XI Bruchstücke glasierter Thonreliefs.

Der von Ramses III. erbaute Tempel von Tell-el-Jehudijeh bei
Heliopolis, nördlich von Kairo, war in einer sonst fast nur in Vorder-
asien bekannten Art mit farbigen glasierten Thonreliefs bedeckt, von
denen indessen nur Bruchstücke erhalten sind. Die Technik derselben
ist eigentümlich, da ein Teil der Farben durch Einlegen besonders
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