Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 178
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0192
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178 Saal VII, Wand XV—XVIII. Spätzeit (Nach 700 v. Chr.)

XVI liehe Verhältnis, wonach der Tote von dem Gotte Speisen
empfängt, ist hier also schon in sein Gegenteil, ein
Opfer, verkehrt. Unten beten die Angehörigen. — (Passa-
lacqua, Abydos.) K. h. 34. cm.

7587. Grabstein der Frau Nes-hathor, Tochter des
Opferschreibers am Osiristempel. Die Tote zweimal vor
Osiris. — (Gesch. Travers 1877.) K. h. 46 cm.

7514. Grabstein des Anhor-erdis, Priesters in der
Totenstadt von Memphis. Das Bild — der Tote betet vor
Osiris — ist nur in Umrissen eingeritzt, die rot ausgemalt
waren. — (Gesch. Travers 1876.) K. h. 'ij cm.

1066. Kleiner unvollendeter Grabstein: der Tote vor
Osiris und Isis. — (1868.) K. h. 28 cm.

Denksteine.

8438. Denkstein auf die Erbauung eines Hauses(?),
das, soviel die barbarische Inschrift verstehen läfst, ein
Unterthan des Hor-merti Tempels der Stadt Schedenu
(Pharbaethus im Delta) im Jahre 5i Psammetich's I. (6i3
v. Chr.) errichtete. Südlich von ihm das Haus des Etha,
Sohnes des Aneh-hor; nördlich der Stall der Göttin Bast,
der von dem Mann des Hor-merti-tempcls, Hör, dem Sohn des
AneJt-pef-hri verwaltet wird; locstlich von ihm das Haus des
Wasser Spenders Beb, Sohnes des Har-si-ese .... Wer dies
xerstört, den zerstören die Götter, die lebenden Geister von
Schedenu. Dann als Nachtrag: östlich von ihm liegt die
Strasse der Burg. — Auf dem Bild opfert Psammetich I.
vor dem Hor-merti und der Hathor. — Unten am Stein
Kritzelei eines Besuchers des Tempels: Hor-mcrti, schenke
Leben dem Wen-nofre, dem Sohne des Pete-sam-taui. —
(Posno i883.) K. h. 48 cm.

7780. Stiftungsurkunde des Königs Apries, der vor
Amon-Re, dem Widder von Mendes, und vor der Göttin Mut
opfernd dargestellt ist. Soweit die barbarische Inschrift
sich verstehen läfst, hat Apries in seinem zweiten Jahre
(587 v. Chr.) eine Schenkung, die ein Privatmann unter
seinem Vorgänger Psammetich II. den genannten Göttern
gemacht hatte, neu bestätigt: Amon lässt bestehen den, der
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