Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 182
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0196
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l82 Saal VII, Wand XV—XVIII. Spätzeit (Nach 700 v. Chr.)

XVII 253. Kopf einer hockenden Statue, die den Priester
des Ptah, Pan-mone, darstellte und die in wunderlicher
Weise mit Götterfiguren verziert war; auf dem Kopfe:
der heilige Käfer, auf den Haaren: Min (ithyphallisch,
hinter ihm sein Tempel), Osiris, Horus, Isis und die
katzenköpfige Bast. — (Koller.) Gr. St. h. i5 cm.
10192. Pete-neit, der Priester einer sonst nicht bekannten
Königsmictter Eset-cheb war. Er hält einen Schrein mit
dem Bilde des Osiris; der Schrein endet in einen Pfahl,
sodafs er überall aufgepflanzt werden konnte. Aus Sa'is.
— (1887 durch Cons. Schmidt) Br. St. h. 35 cm.
12421 Von einer ähnlichen gröfseren Statue mit feiner
Politur. Auf dem Pfahl die Weihinschrift an Osiris; der
erhaltene Anfang ich bin %u dir gekommen, mein Herr, du,
grosser Gott, du Herrscher der Ewigkeit zeigt, dafs die Statue
von einem Besucher des Tempels errichtet war. (Gesch.
Mosse i893; aus Sa'is.) — Gr. Gr. h. 29 cm.
1048. Von der Statue eines hohen Offiziers. Konven-
tionelle Arbeit; aus dem Tempel von Sa'is. — (um i8o3 in
Paris) Gr. St. h. 18 cm.
7789. Von einer ähnlichen Statue. — (1878 durch

Travers) Gr. St. h. 18 cm.
io5i. Oberkörper eines Affen, der zur Sonne betet (vgl.
S. 22), doch ist dieser hier kein Pavian. Schöne Arbeit.
(Alter Besitz des Kön. Hauses, wohl von Bellori) Gr. St.
poliert, h. 17 cm.
8821, 7783. Füfse von Statuen, interessant durch die ver-
schiedene Behandlung der Formen. D. Gr. — (8821 aus
Memphis.)

Köpfe in freiem Stil.
Wahrscheinlich aus der glänzenden Zeit der sa'iüschen Könige
stammen einige Porträtköpfe, die von einem erneuten Aufblühen der
aegyptischen Kunst Zeugnis ablegen; es sind ihrer nur wenige, sodafs
diese Blüte nicht von langer Dauer gewesen sein dürfte — vielleicht
dafs die Zertrümmerung des Staates durch die Perser ihr ein Ende ge-
macht hat. Ohne den überlieferten aegyptischen Stil ganz aufzugeben,
bilden die Künstler dieser Werke mit Liebe und vollem Ver-
ständnis die Gesichtszüge und den Bau des Kopfes nach und wissen
dabei soviel Gröfse und Ernst zu bewahren, dafs ihre Arbeiten de:
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