Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 183
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0197
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/aegyptische_altertuemer1894/0197
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Statuen, Köpfe in freiem Stil; Perserzeit

i83

Höhepunkt der aegyptischen Porträtkunst bezeichnen. Um den Fort- XVII
schritt dieser Künstler richtig zu würdigen vgl. man den Kopf 12500 in
Saal VIII mit den technisch, ebenso vollendeten Köpfen 11864 an Wd. XV
und 8805 an Wd. XVII. Unsere Sammlung besitzt aufser den beiden
folgenden schwächeren Köpfen dieses Stiles noch die Statue des Greises
an Wd. XVIII, die Bronze 9258 in Schrank J und vor allem das Haupt-
stück dieser Richtung, den herrlichen Kopf 12500 in Saal VIII.

10100. Kopf eines alten Mannes, kahl geschoren; schön,
wirkt aber, mit i25oo verglichen, doch nur wie eine Nach-
bildung desselben. — Gr. St. h. 16 cm.

255. Köpfchen eines alten Mannes, weniger grofs im
Stil als die anderen. Hinten Anfang einer Inschrift. —
(Herkunft unbekannt) Gr. St., h. 10 cm.

Aus der persischen Zeit.
Vgl. S. 10—11. Denkmäler dieser Epoche sind nicht häufig.

3423. Denkstein aus den Apisgräbern (vgl. zu Saal X,
Wd. III), unter König Darius von einem gewissen Psen-
ptah dem Apis-Osiris geweiht für sich und seine Ge-
schwister; er nennt vier seiner Vorfahren, die wie er
Priester des Ptah waren. — (Gesch. Brugsch i85o) K. h.
i5 cm.

2i3/. Denkstein aus den Apisgräbern, im i5. Jahre des
Darius von einem Priester geweiht; oben der Apis, vor
ihm ein Wassergefafs in Gestalt des Namensringes der
Könige, dahinter standen die Betenden. Das Datum
schon in demotischer Schrift. — (Gesch. Brugsch 1859) K.
h. 14 cm.

7493. Weihinschrift des Pet-osor-pre an Darius. Vor
dem als Sperber dargestellten Könige „diesem Königs-
Eorus" betet der Weihende; sehr roh. — (Gesch. Travers,
aus dem Faijum) K. h. 3o cm.

7707. Grabstein der Syrerin Achtabu und ihres Gatten,
vom Jahre 482 v. Chr. Oben unter der geflügelten Sonne
(die nicht rein aegyptische Form hat) beten zwei Tote vor
Osiris, Isis und Nephthys. Zwischen ihnen in sehr bar-
barischen Hieroglyphen die Opferformel: Ein Opfer,
welches der König giebt. Osiris, der erste derer im Westen,
der grosse Qott von Abydos, er gebe ein schönes Begräbnis in
der Graberstadt, und einen guten Namen auf Erden der von
loading ...