Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 267
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0281
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Steinsärge und Skulpturen

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Vom Oberteil einer Wand, daher das Ornament des I
oberen Randes (S. 64). — (Lepsius) Sdst. 1. 2,40 m.

8810. Von einer Statue Ptolemäus' X. Soter II. (S. 12)
aus dem Tempel von Memphis. Aegyptisch in Material
und Stellung, aber das Gewand halb griechisch. Hinten
Inschrift in schlechten Hieroglyphen, Namen und Ehren-
titel des Königs. — (1886) Schw. Gr. h. 59 cm.

Zwischen I und II

44. Steinsarg des Neb-onch, Priesters der Götter von
Athribis. Mit breitem Gesicht; Totenformel für Osiris-
Chent-cheti, den Gott von Athribis. — (Minutoli) K. 1. 1,93 m.

38. Steinsarg des Ah-mose, Hohenpriesters von Letopolis
und Priesters zu Memphis, der (nach einer anderen In-
schrift) wahrscheinlich im 22. Jahre des Ptolemäus Epi-
phanes (184 v. Chr.) bestattet wurde. Auf dem Deckel
Bilder der Schutzgeister und ähnlicher Wesen, sowie Auf-
zählung der vielen Priestertümer des Toten. Er war
u. a. Priester der Götter der weifsen Mauer (d. h. der
Citadelle von Memphis), Priester der grofsen Nut, der
Göttergebärerin und Priester der Götter des Nuttempels,
Priester der Isis des Tempels Smen-maat, Oberster des Oe-
lieimnisses der Gräberstadt von Memphis und von Himmel
und Erde, Thüröffner an dem gelieimen Schrein u. a. m.
Er war Priester der Götter Eucrgetes und Philopator (d. h.
der Vorgänger seines Herrschers) und verwaltete aufser-
dem noch zwei Aemter uralter Stiftung, das eines Priesters
vom Ramsesliause vom Tempel von Memphis (also am Ptah-
tempel R.'s II., vgl. S. 106) und das eines Priesters der
Seehmet vom Sechmethause des Salm-rc (S. 2); das letztere
war damals mindestens 2400 Jahre alt. — (Drovetti) K.;
1. 2,18 m.

2271. Von der Statue des Har-si-nebef, obersten Be-
fehlshabers der Truppen im Delta, in halb griechischem
Stil. Alter beleibter Mann mit kurzgeschnittenem Haar
(Nase ergänzt). Ueber einem doppelten Gewände trägt
er ein Wehrgehenk aus Riemen; aufserdem trug er ein
metallenes Ehrenzeichen o. ä. an einer Kette auf der
Brust. Auf dem Rückenpfeiler Inschrift, in der er sich
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