Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 318
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0332
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318 Saal X. Griechisch-römische Zeit

XV Schlaf und nicht Schlummer, ihm gehört toas in den Himmeln
und ioas auf der Erde ist. Wer kann bei ihm Vermittler sein
ohne seinen Willen? Er weiss, was da war und toas da sein
wird und sie begreifen etwas von seinem Wissen nur insoweit
er will. Sein Ihron ist gebreitet über die Himmel und die
Erde und beider Ueberwachung ist ihm keine Bürde und
er ist der erhabene und der mächtige. — (1886 durch Travers)
W. Marm. h. 70 cm.
g563. Bauinschrift einer Moschee aus Assuan: Im
Namen Gottes, des barmherzigen und gnädigen! hur der
pflegt recht die Moscheen Gottes, der an Gott glaubt und an
den jüngsten Tag und das Gebet verrichtet und die Beligions-
steucr giebt und nichts fürchtet ausser Gott. Fürioahr jene
teerden zu den recht Geleiteten gehören. •— Diese gesegnete
Moschee gehört xu dem, dessen Errichtung befohlen hat der
Emir Scif-eddaula Abu Mansur Hatlag (?) el Afdali, aus
Sehnsucht nach der Zufriedenheit Gottes des erhabenen und in
Hoffnung auf seine Belohnung nnd aus Furcht vor seiner
Strafe, in den Monaten des Jahres 491 (1098 n. Chr.) und
Gott lasse es ihm wohl gelten mit ihm (?) und mit seinem
reinen Geschlecht. — Der genannte Fürst dürfte ein Pr'äfekt
von Assuan sein, das als wichtige Grenzstadt damals einen
besonderen Verwaltungsbezirk bildete. Nach seinem
eigenen Namen zu urteilen, war er von fremder Herkunft
und ein Freigelassener des allmächtigen Veziers el Afdal;
der Ehrentitel Seif-eddaula Schwert der Herrschaft, deutet
auf einen hohen Offizier. Unter dem reinen Geschlechte sind
wohl die damals regierenden Fatimidensultane, als Nach-
kommen Mohammeds, zu verstehen. — (1886) K. br. 52 cm.
7735. Grabstein eines Mohammed ibn Jahja; die ein-
fache Schrift deutet auf das achte oder neunte Jahrh.
n. Chr. Im Namen Gottes, des barmherzigen und gnädigen,
Lob gebührt Gott, toelclicr bestimmt hat den Tod über seine
Geschöpfe und zugeschrieben sich selbst das Erbarmen. Dies
ist, was bekennt Mohammed ibn Jahja. Er bekennt: dass
kein Gott ist ausser Gott allein, der keinen Genossen hat, und
dass das Paradies Wahrheit ist und dass das Feuer (der Hölle)
Wahrheit ist und dass der Tod Wahrheit ist und dass die
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