Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 345
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0359
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Neues Reich; libysche Zeit

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Hohepriester von Theben, Juput beten vor einem Gotte, XVII
an dessen Szepter die Zeichen des Lebens, der Dauer
und der Jubiläen als Gaben für den König hängen. —
(Karnak.)

G 157. Osorkon I. als König von Unteraegypten; ein
widderköpfiger Gott beschenkt ihn mit Leben. — (Karnak.)

G i52. Grabstein der Schep - en - upet, Tochter des
Prinzen Osorkon, Hohenpriesters des Amon. Sie spendet •
dem Osiris Wasser aus einem Bronzeeimer (vgl. unsere
S. 220). Stark ergänzt.

G 369. Nilgott; von dem Prinzen Scheschonk, Hohen-
priester zu Theben, seinem Herren Amon-Ee geweiht. Der
Gott, der mann-weiblich mit weichlichen Formen dar-
gestellt ist (vgl. 933-, S. 72), bringt dem Götterkönige Amon
die Erzeugnisse seiner Ueberschwemmung gleichsam als
Tribut; er hält einen Opferstein mit Speisen; von dem
Pfeiler, auf dem dieser ruht, hängen Blumen und Wasser-
vögel herab. — An der Seite L am R'ückenpfeiler das
kleine Bild des Stifters, betend [G 160 dasselbe noch ein-
mal besonders]. Vielleicht gehört die Statue selbst in
ältere Zeit. — (London, aus Karnak.)

G 40. Königskopf mit eigentümlichen Zügen, die etwas
an die des Taharka (G 39, davor) erinnern.

G 55. Königin mit anscheinend unaegyptischen Zügen,
vielleicht aber nur rohe Arbeit. — (Kairo aus Abydos.)

Meist aus der Spätzeit. Wand XVIII

G 5. Amen-erdis, Fürstin von Theben („Gottesweib",
vgl. S. 164; 170; 175), Tochter eines aethiopischen Königs
Kaschta und Schwester des Schabaka (S. 9), deren Namen
hier ausgekratzt sind. Sie trägt eine Geierhaube — jeder-
seits des Geierkopfes eine Königsschlange — und darüber
noch einen Aufsatz, der einst wohl metallene Federn trug;
die L. hält den Wedel der Königinnen, die R. die so-
genannte „Menat", eines der Musikinstrumente der Frauen.
— (Kairo.) AI.

G 371. Schranke zwischen den Säulen eines Tempels
von Psammetich I. (S. 10) geweiht; er opfert Brote vor
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