Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 358
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0372
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Beschreibung der Papyrus

Linke das Bild der zwölften Stunde, in der die Sonne sich dem
Wand Aufgang nähert. Ihr Schiff fährt jetzt auf einer Schlange,
über die es von männlichen und weiblichen Geistern ge-
zogen wird. R. die Mauer, die das Reich der Nacht im
Osten abschliefst; an ihr liegt schon der Körper, den der
Sonnengott in der Nacht getragen hat, und den er jetzt
gegen den eines Käfers vertauscht. — R. Text zur vierten
Stunde.

P 3ooi. Kürzere Fassung; die sechste und siebente
Stunde, Handschrift des n. R. Der Anfang der sechsten
lautet: Dieser grosse Gott kommt in die „Wassertiefe Herr
des Jenseits". Er erteilt Befehle den Göttern, die in ihr sind
... er teilt ihnen Felder zu zu ihren Speisen und giebt ihnen
Wasser zu ihrem Getränk (?) . . alltäglich. Das Ihor dieser
Stadt heisst „Schwertgerüstet (?)".

Des weiteren heifst es, dieses Bild sei so wie hier auf
die Südwand der geheimen Stätte des Jenseits gemalt; wer
es kenne, der habe Anteil an den Speisen der Götter, die dem
Osiris folgen.

Mit Bildern ohne Text.

P 3128 für die Sängerin des Amon, Te-hen-en-mut
(n. R.), die Bilder meist gelb. R. die Tote und ihre Seele;
daneben die seltsamen Gestalten, zu denen sie beten.
LT. a.: Geflügelte Schlange — Phönix — Herz mit dem
Spruch darauf wie S. 240 — Maat ohne Kopf wie S. 19S
— Mumie auf einem Schiff, darunter die Schutzgeister —
Affe, der das Zeichen „Wahrheit" hält — Patäke und
Toeris (S. 226) mit Messern — Zweiköpfiges, langbärtiges
Wesen (Bes?) mit Schlangen im Mund — Krokodil —
Steuerruder (S. 85) — Bergwand, an der die Westgöttin als
Kuh liegt und hinter der die Sonne versinkt (S. 128).

P 3147 des Sesech, Beamten des Muttempels, etwa aus
libyscher Zeit. R. der Tote geschoren, aber mit einer
Binde um das Haupt und mit einer Schärpe (S. 176), opfert
dem Osiris Oelgefäfse auf einer Matte; hinter diesem
Isis und Nephthys. Unter den folgenden Bildern: die
widderköpfige Abendsonne wird von Schu erhoben, die
Göttin des Westens nimmt sie zu sich (vgl. S. 121) —
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