Königliche Museen <Berlin> [Hrsg.]
Ausführliches Verzeichniss der Aegyptischen Altertümer, Gipsabgüsse und Papyrus — Berlin, 1894

Seite: 377
DOI Seite: 10.11588/diglit.6614#0391
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/aegyptische_altertuemer1894/0391
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Griechisch: aus römischer Zeit

377

P 6889. Aus der Disziplinaruntersuchung gegen einen Rechte
Priester des Soknopaiostempels, der beschuldigt war,Wand
von der alten Priestertracht (S. 21) abzuweichen. Etwa
160 n. Chr.: In Bezug auf die uns zur Untersuchung über-
gebenen Akten Band 3, Folio 3, die die Denunziation ent-
halten gegen unseren Kollegen Panephremmis, dass er sich die
Haare lang wachsen lasse und wollene Kleidung trage, bekunden
wir, indem toir unsere Aussagen durch einen Eid auf das
Glück unseres Kaisers und Herrn bekräftigen, dass (Schlufs
fehlt).

P 7003. Abschrift aus dem Tagebuch des Ober-
priesters von Aegypten vom 18. Sept. 185 n. Chr.
Ein Priester bringt sein Kind nach Memphis, um die Er-
laubnis zur Beschneidung desselben, wie es Sitte ist, ein-
zuholen. Nachdem die Hierogrammaten es daraufhin
untersucht, ob es mit Malen behaftet sei und frei davon
befunden haben, erteilt der Oberpriester die Erlaubnis
zur Beschneiduug.

P 7319. Weihung in barbarischem Griechisch: an Sokno-

paios und Sokonpieios, die grossen Götter, von Stotoetis.....

Wenn ich von meiner Krankheit geheilt werden sollte, so sind
sie es gewesen, die mich geheilt haben.

P 7297. Aus der Christenverfolgung des Kaisers Decius.
Eingabe von dem im Verdachte des Christentums stehen-
den 72jährigen Greise Aurelius Diogenes am 26. Juni 25o
n. Chr. an die über die Opfer gesetzte Aufsichtsbehörde
eingereicht: Stets habe ich eifrig den Göttern geopfert, und
so auch jetzt unter Eurer Aufsicht meinen Opferpflichten ge-
nügt. Ich bitte Euch deshalb, mir dies hierunter zu be-
seheinigen. Die drei flüchtig geschriebenen Zeilen ent-
halten das erbetene Attest. Die Christen, die sich durch
solche Eingaben (libelli) unter Verläugnung ihres Glaubens
der Verfolgung entzogen, führten seitdem den Schmäh-
namen der libellatici.

Aus spätrömischer (byzantinischer) Zeit.
Ueber die in dieser Zeit übliche Datierung nach Steuerperioden
vgl. S. 3co.

P 5024. Verkauf eines Sklaven zu Askalon in Palästina,
loading ...