Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 1.1883

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der Bauelemente in den verschiedenen
Kunstperioden;

3) Die Malerei, sowohl die monumentale,
als die Tafel-, Glas- und Mosaik-
malerei nach technischer, künstlerischer
und geschichtlicher Richtung; ebenso

4) Die Skulptur in Holz, Stein, Terra-
cotta und Metall, chromatische Behand-
lung einschließlich der Metallmalerei
(Email);

5) Das Kuusthaudwerk, sein Verhältnis^
zur Kunst und Grundsätze für seine
Behandlung. Im Besondern:

a. Die Paramentik, Kenntnis; der Sei-
denstoffe und ihrer Arten, Webart,
Künstlerisches; desgleichen Leinwand
und Teppiche;

l>. Das Kuusthaudwerk in Holz, Stein
und Metall, soweit es der Kirche
dient;

e. Glockenkunde, technische und ge-
schichtliche;

d. Kenntnis; der Orgel und ihrer Be-
handlung.

Soweit für Vorstehendes archäologische
Untersuchungen nöthig sind, wird sich das
„Archiv" ihnen nicht verschließen; aber sie
werden immer ein praktisches Ziel im Auge
haben, d. h. zu dem Zwecke augestellt
werden, um die richtigen Grundsätze für
Neubildungen zu gewinnen.

6) Statistik der kirchlichen Gebäude, ihrer
inneren und äußeren Restauration seit
dem Wiederaufleben der mittelalterlichen
Stylarten, zunächst innerhalb des Ge-
biets unseres Leserkreises, in besonders
lehrreichen Fällen auch aus weiteren
Gebieten.

7) Orientirung im Gebiet der Literatur
über Kunst und Kuusthaudwerk inner-
halb der von unserem Programm ge-
steckten Grenzen.

8) Korrespondenzen über Thalsachen und
Erscheinungen, welche für die christliche
Kunst von Bedeutung sind, sei es in
fördernder oder hemmender Richtung.
Berichte über künstlerische Leistungen
vertritt die Redaktion nicht; vielmehr
tragen deren Verfasser selbst die Verant-
wortung. Derartige Artikel müssen aus
Verlangen der Redaktion von den Autoren
unterzeichnet werden. In das Gebiet
der Reklame darf das „Archiv" nicht
herabsteigeu.

9) Miszellen, kurze Notizen und Lese-
srüchte aus dem Gebiete der Kunst, des
Kunsthandwerks und der Liturgie, so-
weit diese das Kuusthaudwerk beeinflußt.
In allen diesen Stücken wollen wir das
Bedürfnis; der kleinen Kirchen und das
einfache Bedürfnis; vor Allem berücksichtigen.

Auf Grund vorstehenden Programms
bitten wir um thatkräftige Mitarbeit, welche
angemessen honorirt wird, sowie um zahl-
reiches Abonnement.

Das „Archiv" erscheint vorerst monat-
lich, je aus den ersten des Monats, einen
halben Bogen stark. Vermehrung des In-
halts, also größerer Umfang und Beigabe
artistischer Blätter wird als nächstes Ziel
angestrebt, hängt aber von der nächsten
Erfahrung hinsichtlich der Abonneutenzahl
ab. Der Rottenburger Diözesan-Verein
als Verleger verschmäht einen finanziellen
Gewinn ebenso, wie er einen Verlust wenig-
stens auf die Dauer zu tragen nicht ge-
willt ist. Die Zukunft des „Archivs" ist
also in die Hände der Leser gelegt. Das
Schicksal einer Reihe von Zeitschriften für
christliche Kunst in und außerhalb Deutsch-
lands , die alle nach mehr oder weniger
langem Bestehen eiugegangeu sind, ist gerade
nicht ermuthigeud. Doch sei ein Versuch
gewagt.

Bestellungen nehmen alle Postanstalten
au. Der Preis beträgt halbjährlich bei
der württembergischeu Post 1 M. 35 Pf.,
im Gebiet der Reichspost und in Bayern
1 M. 50 Pf. einschließlich der Post- und
Bestellgebühr.

El lw au gen im Dezember 1882.

Oie Redaktion:

Dr. Fr. I. Schwarz,

Vorstand des Rotteuburger

Diözesau-Bereins für christl. Kunst.

Der Altar.

I.

Es ist viel restaurirt worden in unseren
Kirchen, seit das Glaubensleben wieder tiefer
und thatkräftiger, die Vorliebe für die
alte Kunst lebendiger geworden ist. In den
Bereich der Restauration sind auch Hunderte,
ja Tausende von Altären gefallen, wie sich
das ja bei einem so hervorragenden Theil
der Kirche von selbst versteht, nicht wenige
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