Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 1.1883

Seite: 49
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Archiv für christliche Kunst.

Grgan des Rottenburger Diözesan-Vereins für christliche Kunst.

tserausgegeben und redigirt von Dr. Fr. I. Schwarz in Lllwangen.

Oerlag des Rottenburger Diözesan-Aunstvereins, für denselben: der Vorstand Dr. Fr. I. Schwarz.

Erscheint monatlich einmal. Halbjährl. für M. I. 35 durch die ivürttemb. (M. 1. 20
im Stnttg. Bcstcllbezirk). M. 1. 50 durch die bayerischen und die Rcichspostanstaltcn, OO
73 kr. ö. W. in Oesterreich, Frcs. 2. 50 in der Schweiz zu beziehen. Bestellungen TOO*-^

* werden auch angenommen von allen Buchhandlungen, sowie direkt von der Expedition des TV

„Deutschen Volksblatts" in Stuttgart, Militärstr. 2E, zum Preise von M. I. 35 halbjährl.

Ankündigung der 2. Austage des
„Archivs für christliche Kunst".

Als wir, fern vom Orte der Expedition,
an: 23. Mai für die Nr. 6 die Notiz
schrieben, daß von Nr. 1—6 des „Archivs"
noch 10 Exemplare vorräthig feien, war
die ganze Auflage schon vergriffen. Seit-
dem sind fortwährend Bestellungen einge-
lanfen, von einer Poststelle sogar 32.
Wir werden also im Vertrauen auf den
Werth der vom „Archiv" vertretenen Sache
eine zweite Auflage von Nr. 1—6 des
laufenden Jahrgangs bis zur Höhe der
beträchtlich verstärkten Auflage, in welcher
die Nummern des 2. Semesters erscheinen
werden, sogleich veranstalten und nach
deren Vollendung ankündigen. Bis ans
diesen Zeitpunkt müssen wir die neuen
Abonnenten vertrösten.

Bestellungen ü 1 M. 35 Pf. werden
bei der Expedition des „Deutschen Volks-
blatts" in Stuttgart, Militärstraße 2 E,
für Deutschland, Oesterreich und die Schweiz
heute schon angenommen, ebenso von den
Poststellen in Württemberg für 1 M. 35 Ps.,
von den bayerischen und Reichspoststellen
für 1 M. 50 Pf., in der Schweiz für
2 Frkn. 50 Cts., in Oesterreich für 73 kr.,
ebenso von allen Buchhandlungen, welche
sich behufs der Vereinbarung über die Be-
zugsbedingungen an die oben bezeichnete
Expedition wenden wollen.

Verlag und Redaktion
des „Archivs für christliche Kunst".

Ueber den Bau des Tabernakels
und Tabernakel-Altars.

Unter diesem Titel geben wir eine Reihe
von Artikeln, welchen wir einige Worte
voransschicken. Sie schneiden zu tief in
die hergebrachten Zustände ein, als daß
sie nicht vielfach Unruhe, vielleicht auch
eine gewisse Mißstimmung Hervorrufen

müßten. Die Redaktion erklärt also aus-
drücklich, daß sie mit der Ausnahme dieser
Artikel sich nicht das Recht anmaßen will,
Zustände, welche sich unter den Augen der
Bischöfe allmälig herausgebildet haben, als
nicht zu Recht bestehend zu vernrtheilen.
Ebensowenig ist sie dabei von der Absicht
geleitet, die Beseitigung aller schon be-
stehenden Tabernakelbauten, welche sich
nicht in Harmonie mit den kirchlichen Ge-
setzen befinden, zu veranlassen oder die-
jenigen zu beunruhigen, welche dieselben
nicht beseitigen können. Die wirkliche Ab-
sicht, die uns leitet, wird man uns gewiß
nicht übel deuten, die Absicht nämlich, bei
Neubauten Mißgriffe zu verhindern und
für alle Tabernakel, welche sich ohne Um-
bildung und nur durch kleine Znthaten in
Uebereinstimmung mit den kirchlichen Ge-
setzen bringen lassen, diese Verbesserung
anzuregen. Wenigstens nach dieser Rich-
tung kann man verlangen, daß jeder Al-
tarbauer in Zukunft von der Sache Notiz
nehme.

Alle übrigen theologischen Fragen, die
im Zusammenhang mit unserem Gegen-
stand stehen, z. B. ob die consuetucko
(Gewohnheit) von der Beobachtung der
Rubriken dispensire, ob von Rom Dul-
dung zu erbitten und ob sie von Erfolg
sei u. drgl., mögen in theologischen Zeit-
schriften behandelt werden. Nur über die
Frage, ob der Verfasser nicht manches zu
präceptiv gefaßt hat, was als solches viel-
leicht angestritten werden kann, erbitten
wir uns Diskussion im „Archiv".

Wenn man sich übrigens bestrebt, in
die leitenden Gedanken und Absichten
der Kirche tiefer einzudringen, so wird
man sich mit den einschlägigen Vorschrif-
ten derselben nicht nur leicht aussöhnen,
sondern ihnen auch freudig beistimmen.
Bei der öffentlichen Aussetzung der Mon-
stranz erscheint Christus, wenn auch unter-
unscheinbarer Brotsgestalt, als der jetzt
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