Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 1.1883

Seite: 68
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Das Langhaus wurde in 5 Joche getheilt
mit je 4 Schiffspfeilern unter einer Lang-
wand des Mittelschiffes, welche durch Spitz-
bögen unter sich und mit den Umfangswän-
den verbunden sind. Diesen Schiffspfeilern
entsprechend sind an den Umfangswänden,
sowohl an den Langwänden als auch au
der westlichen Giebelwand, die Strebepfeiler
angeordnet, wobei zu bemerken ist, daß auch
die Langwände des Mittelschiffes den Strebe-
pfeilern der Seitenschiffe entsprechend durch
30 cm vortretende Lifenen verstärkt sind,
welche auf den Schiffspfeilern aufsitzen. Letz-
tere haben eine länglich-viereckige Grundform
mit abgefas'ten Ecken und Ansatz gegen die
Seitenschiffe als Fortsetzung der vorerwähn-
ten Lifenen.

Auf Höhe der Bogenanfänge der Schiffs-
bögen sind in den Pfeilern auf beiden Seiten
und an den Umfangswänden der Seitenschiffe
mit Blättern und Ranken verzierte Konsolen
angebracht. Auf der Seite gegen das Mit-
telschiff tragen diese die Dienste für die Ge-
wölbrippen, in den Seitenschiffen treffen
die Gewölberippen unmittelbar auf denselben
zusammen.

Im Chor gehen in den Ecken und an
den Seitenwandnngen die Dienste, auf deren
Kapitalen die Gewölberippen zufammeulaufen,
bis auf den Fußboden herab.

Die Kirche hat 2 Haupteingänge an bei-
den Langseiten, im mittleren Joch, und 2
Seiteneingänge, wovon der eine durch den
Treppenthurm zugleich zur Empore führt.
Die Empore erstreckt sich entlang der west-
lichen Umfangswand nach deren ganzer Länge,
bei einer Tiefe von 4,5 m; sie ist von innen
und außen durch deu Treppenthurm zu-
gänglich. Die Empore ist von Holz kon-
struirt und durch 2 eichene Freisäulen un-
terstützt. In den Chor gelangt man von
außen durch die Sakristei und durch die
P arament enkamm er.

Den Haupteingängen entsprechend, führt
ein Quergang und ein Gang nach der Länge
durch die Kirche. Beide haben eine Breite
von 2 m. Zwischen den Kirchenstühlen und
den Seitenwandungen der Kirche führt ein
Nebengang ringsum von 1 m Breite.

(Schluß folgt.)

Im Verlag des Rottenburger Diözesanvereins
für christliche Kunst ist erschienen und durch die
Expedition des „Deutschen Volksblatts" in Stutt-
gart, Militärstr. 2E., zu beziehen:

Der christliche Altar von Dr. Fr. I. Schwarz,
Porftcmb des Rottenburger Diözesan-Rereius
für christliche Kunst. Mit einer artistischen
Beilage. Separatabdruck aus dem „Archiv
für christliche Kunst". Hreis 60 Hf.

Die Schrift behandelt die liturgisch richtige
Konstruktion und die künstlerische Behandlung des
fixen Altarsteins und des Altäre portatile; sie
empfiehlt sich durch ihren Gegenstand nicht bloß
den Kreisen des Priesterstandes und der theologi-
schen Bildungsanstalten, sondern auch der Künst-
ler und Kunsthandwerker. Sie wird in Parthien
von 10 Exemplaren ä 50 Pf., von 20 und da-
rüber ä 40 Pf. abgegeben. Buchhandlungen
erfahren die näheren 'Bedingungen bei der oben
genannten Expedition.

Von der Vereinsgabe des Rottenburger Diö-
zesan-Vereins für christliche Kunst:

Die ehemalige Benediktinerabtei-Kirche zum
hl. Ritus in Sllwangen. Rou Dr. Franz
Joseph Schwarz. Mit 2z artistischen Bei-
lagen in Lichtdruck und Holpchromie. Größ-
tes (Quartformat. Stuttgart, J882. Bouz
u. Lomp. Hreis im Buchhandel 25 M.
können durch Vermittlung des Vereins heute noch
Exemplare unter Zuwendung der den Vereins-
Mitgliedern zustehenden Vorrechte, nämlich gegen
Vorausbezahlung des Vereinsbeitrags für die 3
Jahre 1880, 81 und 82, a 3 M., sowie 60 Pf.
für Porto und Verpackung, giltig für In- und
Ausland, bezogen werden. Bestellungen ver-
mittelt

Ellwangen a/J. im Juli 1883.

(Württ.) Der Vereinsvorstand,

Dr. Schwarz.

An H. in D. Auf das „Archiv" kann nicht
viertel- und ganzjährig, sondern nur halbjährig
abonnirt werden.

Die in der Nr. 7 angebotene

«Dapella in Bonlauden
ist verkauft.

Die bayerische Generaldirektivn der kgl. Ver-
kehrsanstalten, Abtheilung für Posten und Tele-
graphen, hat unter dem 3. Just behufs Abstellung
der bei dem Abonnement des „Archivs" vorge-
kommenen Unregelmäßigkeiten allgemeines Aus-
schreiben an alle Postanstalten erlassen und gleich-
zeitig den Auftrag ertheilt, daß das „Archiv
für christliche Kunst" sud Nr. 136a der
Abtheilung II. des bayerisch enZ eitun gs-
Verzeichnisses nachgetragen w e r d e.
Sollten bei Bestellungen abermals Bedenken
gegen die Annahme des Abonnements erhoben
werden, so bitten wir die Besteller, die betreffen-
den kgl. Postanstalten auf die obige Verfügung
und zugleich auf die bezeichnte Nummer des
bayerischen Zeitungsverzeichnisses Hinweisen zu
wollen.

Die Redaktion.

Stintgart, Nuchdructcrci der Akt.-Ges. „Deutsches Bolksblatt".
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