Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 1.1883

Seite: 93
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Archid für christliche Nunst.

Organ des Rottenburger Diözesan-Vereins für christliche Kunst.

tserausgegeben und rcbigtrt von Pr. g. Schwarz in Eilwangen.

Verlag des Rottenburger Piözefan-Kunstvereins, für denselben: der Vorstand Pr. Fr. g. Schwarz

Erscheint monatlich einmal. Halbjährl. für M. 1. 35 durch die württemb. (M. 1. 20
^ im Stutta. Bcstcllbczirk), M. 1. 50 durch die bayerischen und die Rerchspostcmstattcn, QOn

ai* TO 73 kr. ö. W. in Oesterreich, Frcs. 2. 50 in der Schweiz zu beziehen. Bestellungen 400 4.
1+'*'+ werden auch angenommen von allen Buchhandlungen, sowie direkt von der Expedition des ^

„Deutschen Bottsblatts" in Stuttgart, Militärstr. 2 E, zum Preise von M. i. 35 halbjahrl._

Das bischöfliche Ordinariat der
Diözese St. Gallen

hat sich aus Anlaß diesjähriger Kir-
chenvisitationen in einem General-Erlaß
vom 17. Oktober d. I. an die hochw.
Seelsorgsgeistlichkeit gewendet, um dersel-
ben mehrfache Bemerkungen allgemeiner
Natur, sowie einige Beschlüsse der Konfe-
renz der schweizerischen Bischöfe vom 11.
und 12. September d. I. zur Nachachtuug
mitzutheilen.

Unter „II. Verwaltung des Gottesdien-
stes und der hl. Sakramente" ist in Nr. 13
auch des „Archivs" in folgenden Worten
gedacht:

„Die vor ilns liegenden Nummern von
dem „„Archiv für christliche Kunst. Organ
des Rottenburger Diözesan-Vereins für
christliche Kunst. Redaktion von Dr.
Schwarz. Stuttgart."" bietet für sehr
mäßigen Preis so viele vortreffliche Be-
lehrungen, daß wir nicht unterlassen dür-
fen, die Seelsorger und Konferenzen da-
rauf aufmerksam gu machen und ihnen
die monatlich erscheinende Zeitschrift bestens
zu empfehlen."

Einladung zum Abonnement.

Das „Archiv" beginnt mit dem 1. Jan.
1884 seinen zweiten Jahrgang unter den
an der Spitze des Blattes näher anfge-
sührten Bezugsbedingungen. Das 2. Halb-
jahr hat wohl ein vermehrtes Abonnement
eingebracht, jedoch nicht in dem Umfang,
daß wir mit Beilagen in der seit Juli ein-
gehaltenen Ausdehnung ohne ein aber-
maliges Defizit fortfahren könnten. Wir
bitten also um vermehrtes Abonnement.
Eine rechtzeitige Bestellung erkennen
wir als eine besondere Wohlthat an, da-
mit die Auflage gleich mit der ersten und
zweiten Nummer wenigstens annähernd fest-
gestellt werden kann/ Der Titelzusatz:
„Organ des Rottenburger Diözesan-Vereins

für christl. Kunst" darf Niemanden zum
Anstoß gereichen, wie es leider thatsächlich
der Fall ist. Er besagt nicht, daß das
„Archiv" bloß lokalen Interessen dient,
sondern zunächst nur, daß der Verein Eigen-
thümer des Blattes ist, das von ihm ge-
gründet wurde, um durch dasselbe eine ihm
statutarisch auferlegte Obliegenheit zu er-
füllen; seine Wirksamkeit erstreckt sich näm-
lich (nach § 3 der Statuten) auch auf Be-
lehrung durch Wort und Schrift über die
verschiedenen Zweige der christlichen Kunst.
Hiezu bedient er sich unter andern: des
„Archivs" als Organ, die Behandlung
der christlichen Kunst aber ist eine allen
Interessenten gemeinsame und gemeinnützige.
So hat es der Verein seit dreißig Jahren
mit seinen Publikationen gehalten, mit ber-
auch in 2. Aust, erschienenen „Formenlehre
des romanischen und gothischen Baustyls",
mit den „Studien über die Geschichte des
christl.Altars", den „Beiträgen zur Wieder-
belebung der monumentalen Malerei", der
,,Biblia Pauperum“, mit der mehr popu-
lären Armenbibel, deren 2. Auflage eben im
Werke ist, mit der „Benediktiner-Abtei-
Kirche" in Ellwangen und besonders mit
dem fast 14 Jahre lang in jährlich 2 Bän-
den erschienenen „Kirchenschmuck". Wenn
der Verein je einen Fehler begangen hat,
so ist es der, daß er nicht schon früher
mit seinen Beiträgen zur Belebung der
christlichen Kunst eine größere Oesfentlich-
keit und ein weiteres Publikum gesucht hat.
So weit es an ihm liegt, will er jetzt
diesen Fehler vermeiden. Sollte das Organ
auch nur ein kurzes Leben haben, so darf
es sich doA) mit der Ueberzeugnug trösten,
daß schon das erste Jahr des „Archivs" die
so wichtige und noch lange nicht allgemein
genug gewordene Kenntnis; über die'. Kon-
struktion des Altarsteins und des 'so' schwie-
rigen Tabernakelaltarbaues wieder angeregt,
in weitere Kreise getragen, vielleicht auch der
Lösung näher gebracht hat. Die Redaktion
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