Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 7.1889

Seite: 70
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noch einige Mauel teile erhalten blieben, vcrgl.

Ng. 4-

Diese Anlage könnte wieder ans zwei Arten
dnrchgeführt tverdell; entweder inail würde die

beiden Seitenmauern mit je zwei Arkadenbogen
durchbrechen (s. Fig. 5 und 6), die des Thurmes
tvegen etwas gegen einander verschoben werden
müßten, tvas übrigens gar nichts ans sich hat.
Freilich tväre ans diese Weise bloß die Anfüg-
ung zweier niedriger Seitenschiffe möglich, deren
Pultdächer unter dem Dach des Mittelschiffs an-
setzen würden. Boi: den Seitenschiffen aus könnte
das Innere zwar genügeild, aber nicht reichlich
mit Licht versehen werden. Gewonneir würde
auf diese wohlfeilste Weise mehr als der doppelte
Raum. Man könnte aber auch nach Figur 7
iuld 8, statt bloß zwei Bögen dnrchzubrechcn,
an der Nord- und Südwand die ganze betreffende
Manerstrecke niederlegen und Freipfeiler errichten,
die das Gebälk tragen. Sv lvürde es ermög-
licht, den Seitenschiffen die gleiche Höhe mit dein
Mittelschiff zu geben, es müßte aber über dem
ganzen Langhaus ein neuer gemeinschaftlicher
Dachstnhl errichtet werden, s. Fig. 8.

Wenn jedoch das Sparsystem iticht
gar zu ängstlich zu beobachten ist, so dürfte

eine andere Art der Erweiterung den Vor-
zug verdienen, welche Figur 9 grnndrißlich
veranschaulicht linb welche dem Auge des

Laien wie des Technikers auf den ersten
Blick sich empfehlen muß. Wir reißen zwei
Breschen in die Seitenmauern der alten

Fig. 7. Seitenschiffe mit Freipfeiler.

Fig. 8. Drei Schiffe unter gemeiusaiuem Dach.
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