Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 14.1896

Seite: 20
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Annoncen.

vor dem Felsen; 2. ein Raum, wenige Schritte
oberhalb der Höhle (fiiv eine Kirche zu klein, wohl
die Gruft unter der Kirche); 3. unmittelbar
darüber, aber durch eine fünf Meter hohe Tnff-
tvand geschieden, ein größerer Raum, rechteckig
(vielleicht die Kirche); 4. ein etlva 40 Meter
breiter Raum unterhalb eines 30 Meter breiten
und 40 Meter langen, ebenen Platzes und des
denselben durchgehenden Längsweges, mit sehr
hoher Tnffwand gegen den Berg gestellt (das
eigentliche Kloster, das einfach in die Tnffinassen
hineingestellt wurde).

Somit sind nicht ganz unbedeutende lleber-
reste von Kloster und Kirche vorhanden. Da-
gegen von den reichen Knnstschätzen, die, wie
man sah, beide enthielten, ist nichts erhalten ge-
blieben und wanderten wohl alle die Gaben der
frommen Mechthild, nachdem man die Edelsteine
herausgcbrochen hatte, in den Schmelzkessel,
ivährend die Gemälde, >vie anderwärts, bei Auf-
hebung des Klosters zerschlagen wurden.

Literatur.

Die Bati- und Ktlnstdenkinäler in den
H o h e n z o l l e r n s ch en Land e n. Im
Auftrag des Hohenz. Landesausschusses
bearb. von Or. Karl Theodor Zinge-
l e r, sürstl. Hohenz. Hofrat und W i l h e l in
Friedrich Laur, Architekt. Mit 22
Lichtdrucken, 108 Abbildungen im Text und
einer archäol. Uebersichtskarte. Stuttgart,
Ölest 1896, groß 8° XII und 604 2.
Preis: 15 M., gebd. 17 Al.

Mit einem stattlichen Bande rückt Hoheit-
zollern ein in die große Reihe staatlicherseits
erstellter Knnstinventarc. Die ganze Anlage
des Werkes zeigt viele Aehnlichkeit mit „Würt-
tembergs kirchlichen Knnstalterthümern", nur daß
der Darstelliiligskreis durch Aufnahme einer
kurzen Lrlsgeschichle mit Erklärung des Orts-
namens und der römischen Alterthümer eriveitert
wurde und daß ferner ein reiches Jllnstrations-
material beigegeben ist von tadelloser Güte. Die
vier Oberänner Gammertingeii, Haigerloch,
Hechingen, Sigmaringen theilen zugleich das
Buch in vier Abschnitte, in jedem Oberanit
folgen sich die Orte alphabetisch. Das Archi-
tektonische wurde von Architekt Laur behandelt,
Malerei, Skulptur, Kleinkunst, Glocken bearbei-
tete Hofrat Zingeler; beide zeigen sich durchaus
ans der Höhe ihrer Aufgabe. Die reichen Schätze
des Sigmaringer Museums sind nur durch einen
kleinen Auszug ans den vorhandenen genauen
Katalogen berücksichtigt. Deir Schluß bildet eine
Uebersicht über alles Vorhandene, nach chronolo-
gischen und sachlichen Gesichtspunkten geordnet, ■
wie eine solche auch dem vbgenaunten württember- ;
gischen Inventar vvransgeschickt ist. Hvhenzvllern
gehört (von jenem Museum abgesehen) nicht zu
den ergiebigsten Jagdgründen für den Archäo-
logen und Knnstforscher und hat namentlich eine
ziemlich unbedeutende architektonische Vergangen-
heit; aber tvas es an Interessantem besitzt, ist
hier irr Wort rrnd Bild trefflich gesammelt und
fixirt, und das schöne Buch rvird zrr mancher
Wanderung in das Nachbarland locken.

Ksrästsebs Vsrlagshairälutig, sirsiburg |

im Breisgau.

Soeben ist erschienen und durch alle Buch-
handlungen zu beziehen:

Beissel, St., S. J Fra Giovanni
Angelieo da Fiesoie. Sein Leben

und seine Werke. Mit 4 Tafeln und 40 Ab-
bildungen im Text. 4°. (VIII u. 96 S.)
M. 6; in Original - Einband: Leinwand

mit Lederrücken und Goldpressung M. 9.
Dieses Werk ist seit 25 Jahren die erste
illustrirte und ausführliche Monographie über
den „Engel der christlichen Malerei“.

Kraus, F. X., Geschichte der christ-
lichen Kunst. In zwei Bänden.

Erster Band: Die hellenistiseh-
römisehe Kunst der alten Christen.
Die byzantinische Kunst. Anfänge der
Kunst bei den Völkern des Nordens.
Erste Abtheilung. Mit Titelbild in
Farbendruck und 253 Abbildungen im
Texte. Lex.-8°. (VIII u. 320 S.) M. 8. —
Mit dem Druck des zweiten Bandes soll
im Jahre 1896 noch begonnen werden,
so dass der Abschluss dieses ersten und
einzigen, die Ergebnisse der neuesten
Forschung auf dem Gebiete der christ-
lichen Kunst in einer Gesammtdar-
Stellung zusammenfassenden Werkes in
Bälde zu erhoffen ist.

Wilpert, ,)., Fractio Panis. Die älteste

Darstellung des eucharistischenOpfers in der
„Cappella Greca“ entdeckt und erläutert.
Mit 17 Lichtdruck-Tafeln und 20 Abbil-
dungen im Text. Folio. (XII u. 140 S.
Text.) M. 18; geb. in Leinwand mit
Deckenpressung und Rothschnitt M. 22.

m

Adolf Schell,

EMudlwz, Baden.

m


Anstalt für kirehliehe
Glasmalerei.

m

Stilgerechte und künstle-
rische Ausführung.
Grösste Lt e ist ungs fähig-
keit. Gegründet 4860.

s

Mtarieuchrer,

feinpolierte in Messing und Rothgnß von 22 cm
Höhe an — L)sterü orzeineIIchter bis zn
1,20 m Höhe im Preise von 8—140 M., nach
Zeichn. des selig. Herrn Präl. Schwarz, verfertigt

Will). Sedlmayr,

Gelb- und Glockengießerei,

Eil wangen.

Preislisten, Entwürfe, Empfehlungen stehen
zur Verfügung.

Stuttgart, Buchdruckerei der Akl.-Ges. „Deutsches Volksblatt".
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