Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 15.1897

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13. Das Ausgraben des F u n b a m e n t s z u ^
de ul Fußgesims vi>ie Erdenruthe 311 100'), !
die Rulhe a 30s b.

14. Ausuiaueru des Fußgesims: Ruthe ä 144'
a 20 b.

15. Das Steinwerckh 311 10 ganzen Pfeilern
und vier halbe, inwendig der Kirche, wv die ge-
ivölber darauf ruhen, gebrochen und gehauen:
Schuh a IV2 b.

16. 10 gantze und 4 halbe Fußgesiins in-
wendig der Kirche, so unter die Pfeiler kommen
und 14 halbe Fußgesiins, so an die Mauer
kommen (w. zu Pilastern): schuh zu brechen und
zu Hamen ä 20s b.

17. 10 ganze und 4 halbe Posamenter unter
die Pfeiler und 14 halbe Posamenter an die
Mauer unter die galauncn (—Pilaster?), schuh
ä 2'/j b.

18. 22 galauuen außen an die alte Mauer
einbrechen und Setzen mitt sambt dc(») gnadrcn
(— Quadern) nach d(em) riß 2 b.

19. Außen an der Kirche 1080' langes
Fußgesims von Steinwerckh gehallen a 4 b.
(— um die galize Kirche von Mannshöhe).

20. Außen an der Kirche 25 Posamenter unter
die galauuen, jedes 7' hoch, 7' iveit a IV2 b.

21. 25 pvsamentergesims außen an der Kirche
a 10'; jede a 41 2 b.

22. 25 schaftgesi m s , 8' breit, 2’/s hoch,

a 41,,2 b.

23. Daß schaft zil beit 25 galauuen außen
27' hoch, 4' breit a 2 b.

24. 25 Kapitlel (= Kapitale) außen, der
Schuh a 40/2 b.

25. Daß anfütra (— Aufiigen) außen 275'
a 3 V2 b.

26. Daß F r ü s (— Fries) 3' hoch und 3' breit

a 2 b.

27. Daß h anb tg es i m ß vuler der Faschaten
36' lang, 21/*' hoch a 5 b-

28. Daß fußgesiins; unter der Faschaten
30' laug, 21/*' hoch ä 2'1-i b.

29. Daß haubtgesimß ober der Faschaten ist
mit der Verdachung lang 80' a 2V2 b.

30. Die galauuen in der Faschaten 7' hoch,

7' breit a 2 b.

31. Ein Fenster in die Faschaten 3 rthlr.

32. 2 portal von Steinwerckh, davon der
riß erst zu verfertigen.

33. Die faschate zumauern und zu setzen 25 thlr.

84. 10 000'platten zur Belegung der Kirche (wird

ausgesetzt bis zur Besichtigung des Steinbruchs).

35. 200' Staffel, so oben voi7 der Kirch
in das chor gehet a IV2 b.

36. Die tritt zu legen, tvird verdient 4 Thlr.

37. Belegung der Kirche mit dien) nemen
Platten v. 100 schuh 1 fl.

38.18 g rvß e Fe n st e r , 18' in dem Licht hoch
und 6' tveith, von jedem Fenster zu Hamen 13 thlr.

39. Abdecken des alten Daches und die Ziegel
aus die Seite tragen 12 thlr.

Ignatius Schüler ist accordirt zu all dieser
Arbeit und eiugedingt 5 maller Korn, 5 Ehmer
lvein, sulter für das Pferd frey.

Der Stifft muß schaffen zur Arbeit: bückel,
schauffeln, Hamen, schubkarr(en) und daß Stein-
hamergeschirr durch eine Fuhr hiuanffahren lassen.

Alles gelt, maß und Eich sind tvürtz-
b(urgischer) Mehrung.

II. Materialien-Verzeichnis).

70 lvägeu Kalch a >2 malter pro 140 Thlr.
7 Centner haar . . 20 Thlr.
für tveisse (— Tünche) dem Ziegler zu brönuen
(— brennen): 10 Thlr. 100 Centner giebß:
50 Thlr., 6 Cent, gelbe Hausfarb 6 Thlr., Vor
fürnuß, silberplet, wenig, Umbran und furnis-
sieden 4 Thlr. 4 Cent, blehweiß zu dem haubt-
gesims anzustreichen: 40 Thlr. V2 Cent. Laim
in- und außiveudig die Kirch anzustreichen:
i 10 Thlr. Os Cent. Zahneise pro 3 Thlr.; Eisene
Dräth: 3 Thlr., 10000 britternägel: 20 Thlr.,
Eiserne Hackhe(u) zum Festmachen 10 Thlr. Bor
1000 lauge leistnagel: 10 Thlr.; 100 000 schiefer-
nagel: 10 Thlr., I Os Tone leinöl zum hanbt-
gesims: 30 Thlr.

Sa.: 40 6 Thal er, ohne dritter, Klemmer,
streng (— Stränge) reiststeckhe(n) sambt den stickh
und reistholtz, welches Sie selbst bey Händen habr(u).
Accordaut: C h r i st 0 p h u. F r a n tz Hardt, ge-
brüdere dahier. Signat(eum) ivürtz-
bnrg 12. February 1706.

III. Stuckator-, thüngers-, stickh- und Klebers-
arbcit.

1. die völlige Kirch, die Creutz und Stern-
geivölb völlig zu stickhen und zu Kleben, das
Hvltzwerckh mit leinene(n) und räiststeckhe(n) zu
übernagln.

2. alle getvölber, die Creutz- und Steruge-
wölber sambt der Kuppel die Croth(en) mit Giebß
und harzeug sauber zu erheben, dem senckel nach
zu verputze(n), alle gürlt sauber und accnrat

^ glatt zu verputzen.

3. die Kapitell (inwendig) vff corinthisch zu
! Stellen nach riß und maßstab, alle galann(en)

sambt den bäwlasten sauber glatt zu verputzen.

4. alles manrwerckh inlvendig mit einem
3sachen pntztvurf, dem senckel und richtscheid nach,
die fensterbögen aber dem Zirkel nach glatt zu
verputzen, gleich nach dein manertverckh im Stifft
Hang (in Würzburg).

5. die völlige Kirch inwendig dreimal weiß zu
überstreichen und anßzumeisse», was austreichens
von Nöthen hatt, von weisser lcimsteinfarben,
die gerüster aufbawen, nachher wieder abbrechen.

allßw endig der Kirche:

1. zu rüsten, alles Mauerwerckh ohne die
thürn (Thürme) mit doppelten wvhlangemachten
bntzwnrff, dem Nichtscheid nach abgezogen, sauber
geweißt oder gleich einer liuchte(n) perlefarb an-
zustreichen.

2. die steinerne galauuen, Cabitell, steinerne
Fenster- und Fußgesiins;, die steinerne portal
und lhüre(n), alle füge (Fugen) mit gibß zu
verstreichen, von doppelter weißer leimsteinfarben
auzustreichen.

3. das große höltzerne haubtgesimß außen
von doppelter Oelsarb auzustreichen. Gerüst frei
aufbauen und abbrechen, ohne einige handfrvhn.
für 143 6 reich ßthaler, 6 malter Korn,
6 Eymer wein, würburg. Eich, für meister auch
Kost und lieget statt.

würtzbnrg, d. 12. Februar!) 1706.

Accordaut: Christoph und Frantz Hardt,
beede gebrüdere dahier.

Ist bis auf 1 2 36 Thlr., 6 malter Korn,
6 Eym. mein heruutergelassen; 36 sollten auch
noch iveggebracht werden.
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