Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 17.1899

Seite: 81
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Öl

Schematische Darstellung:

I. Linkes, viergetheiltes
Feld.

B i .0 st seit c.

R

II. Ostfenster.

I. Petrus, 2. Bischof.

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6.


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III. Rechtes, 3—

4 getheiltes Feld.

(a und b ?)

d) Beweinung des Leich

c) Kreuzigungsgruppe.

nams.

3. Christus. 4. Maria.

3. Maria. 7. Äiagda

5. Johannes.

lena. 8. Johannes. 9


Leichnam Christi.

Marienkirche in der Lünette des inneren
westlichen Seitenportals ans bem Anfang
des 15. Jahrhunderts, K ep p le r im
„Archiv für christl. Kunst" 1894, S. 106).
Der Kreuzesquerbnlken ist sehr lang und
dünn, lieber dent Haupte zeigt eine große
Tafel die mit dicken gothischen Buchstaben
ansgeführte Inschrift: ch X. R. Rechts
unten neben dem Gekreuzigten erkennen
wir Maria als Kniestück (sitzend?) mit
faltigem Umhang über Kopf, Schulter
und um deli Hals (Rise). Links davon
sieht man noch einen Heiligenschein (Set.
Johannes): — Etwas höher liegend schließt
sich rechts an diese Scene ein anderes
Feld (90 cm hoch, 80 cm breit), getrennt
durch einen breiten Balken: Beweinung
des Leichnams Christi. Im Hinter-
grund erscheinen (jedenfalls die mittlere
Gestalt) sitzend zwei Franengestalten mit
lleberwnrf über Kopf und Schulter und
Rise, mit Heiligenschein. Es finb Knie-
stücke, 55 cm hoch. Die Gesichter sind
rundlich oval. Links von Maria (das
ist die eine Gestalt, die andere wohl
Maria Magdalena) sehen wir eine Ge-
ltalt ohne diese Umwürfe mit Heiligen-
schein, also wohl Johannes. Auf dem
Schoß Marias ist eine längliche weiße
Fläche bemerkbar mit einem herabhängen-
den dünnen, rechten Vorderarm (Leichnam

Christi). Vom Beschauer aus liegt der Kops
links, Leib und Füße rechts. Diese Scene
ist oben mit einem breiten, gelben Strich
eingesänmt, der unten als ein rothgestreifter,
drapirter Vorhang um das Feld liegt.

(Schluß folgt.)

Dste kirchlichen Metallarbeiten.

Eine systematische Darstellung von
Kou r a d Kümm et.

B. Die Bearüeitmig der Metalle.

IV. Die Surrogate für kunstge-
werbliche Metall - Handarbeiten.

Es ist unerläßlich, über die mechanischen,
maschinellen imb physikalischen Aushilfen
und die Ersatzmittel für die anfgeführ-
ten Arten der künstlerischen Handbearbei-
tnng des Metalls noch das Röthige anzn-
fähren. Dieselben sind in der Hauptsache
folgende: a) anstatt des Kunstgusses die
Galvanoplastik, d) anstatt der eigentlichen
Kleinkunst- bie Messingguß-Produkte, c) an-
statt der Treibkunst die Maschinenarbeit:
in der Hauptsache das Preß-, Präge- uitb
Stanzverfahren.

a) Die Galvanoplastik.

Dieselbe ist, um es ganz populär ans-
zudrücken, nichts anderes, als ein Metall-
gnß auf chemisch-physikalischem Wege und
besteht dein Wesen nach in folgendem:
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