Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 19.1901

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brochener Arbeith. > Wohl die noch vorhandenen
romanischen Leuchterchen.)

4 nidrige messene Leuchter, so den H. Geist-
lichen inler celeiiranäum vorgestellt werden.

CS'in messene Ampel, nebenß 4 daran gehesften
Leuchtern.

Ein ziemlich groß messene Veckhen, dann Ein
ander Kleineß messen Beckhen, beede glatt ge-
trieben.

Ein mefsener Weyhkessel gegossen.

FtlNff L^mdula nci elevalionem.

Noch zwey Cymbnla, Einß nüt fünss, die an-
dern mit 3 glöckhlen.

buch. — Camelotum, ein grobes Tuch, ursprüng-
lich aus Kamelhaaren. Ttte, Wörterluch.)

Zwey kleine grüne phivial von wüllen Zeug
vor die Küwize. ( — Ministranten.) Tann
Zwey Schwartzweiß geblümbte pluvial vor die
Kübitze.

Ein von rolh Carmisin gewässerte quiertplu-
vial sambt deren 2 Levitenröckhe.

Ein himmelblaw von glattem Barscheck Tann
Ein weiß geblümtes pluvial, des; grundt leinen,
der eintrag dabey seiden.

Folgen di e M e s ß g e w ä n d e r.

Von K u p f e r.

Vier kupferne Weyhkessel, davon Einer in
spithal khomen.

Von F i n.

Ein Fineßgegossenes Lavor mit allerhandt
Figuren sambt der gießkanten.

Trey gießfässer, einß wie ein Aichel formirt
sambt einem lavor.

Ein zinener gießkessel sambt einem Deckhel.

Ein halbmäßigeß Kändtlein.

Zwey kleine Fläschlein zum opferwcin.

Einzinern Capsel zum Weyhrauch sambt einem
messenen Löffel.

Siben paar zinene opferkandtlein sambt La-
vorlen vnd zweyen plättlein.

Trey paar zinene newe Leichter vs Silber
arthe gemacht.

Ein zinener Leichter, Zu winters Zeiten zu
gebrauchen.

Ein zinerne Kanten, so Ein höll. Maß halt
mit einem schnabel, welche zu dem öhl gebraucht.
(1 höllisch Maß — ungefähr 2 Liter.)

Von Eysen v nd V l e ch.

Acht blechene Büchsen, im Chor zu gebrauchen.

Acht geschraubte Eysene Leuchter zum pult.

Vier Eysene Leuchterstockh in vigiliis mor-
tuorum zu gebrauchen.

Vier Eysene Kohlpfannen sambt einer Klammen.

Ein Uhrwerckh vor den Mösner im Haus; zu
gebrauchen.

10 Eiserne stängle zu dem Altar.

11 Eisenc stangen zu den fasten Tuechern zu
gebrauchen.

3l n P l u v i a l i e n.

Ein roth altlaß pluvial mit gelben Blumen,
so Herr von Sirgenstein vermacht, darauff dessen
wappen. (C h r i st o p h v. S irg e n st e i n an Fron-
leichnam 1663 in Würzburg begraben, Dekan
v. St. Burchard, Eapitular v. Comburg; Wap-
pen: Schwarze Linksschräge mit goldenem Adler
in Silber.)

Item ein weiß geblümtes pluvial von Damast
mit gülden Porten vnd fransten, auch H. v. Sir-
genstein wappen.

Ein leibfarbeßdamastes pluvial, fornen herunder
und daß schildt gestickht.

Ein geblüinbteß pluvial, so halb leinen vnd
wüllen.

Ein grün pluvial von gewässertem Sch am m-
loth. (— Camelot. Schmetter, bayer. Wörter- ^

Von roth er Fär b.

Ein rothes Mesßgewand von silbernem stückh
sambt zwey Levitenröckh, drey stöhlen vnd drei,
Maniplen mit dem Z o b li scheu wappen. «Conrad
Ludwig Zobel v. Giebelstadt, 13. Decan
v. 1612 — 1610, Wappen: Rother Pferdskopf mit
schwarzen Zügeln in Silber.)

Ein roth Sammeteß Mesßgewandt mit Silber-
nen Porten samt stohl vnd manipul. so Ihre
Gn(aden) Herr Thunibprobst verehrt, mit deren
angesetzten wappen. < W a p p e n des F a u st
v. Stromberg: Gold und roth geschacht, mit
einem schwarzen Stern im ersten Schach.)

Ein leibfarbeß Sammeteß Mesßgewandt sambt
stohl vnd manipul mit braiten Lyonischen borten
von Silber.

Ein roth Sammeteß Mesßgewandt mit schmalen
borten vnd dem V e llb erg i s ch en wappen sambt
stohl vnd manipul. (2 Herrn von Veilberg waren
Aebte in Komburg: Ehrenfried I. 1402 bis
1421: ff 24. Januar, Stifter der steinernen
Nicolausstatue 1116 und Ehrenfried ll.

> ff 1476. ,

Ein roth damastes Mesßgewandt mit schlecht
güldenen spitzen sambt stohl und manipul mit
den S e ck h e n do r ff ischen wnpen. «Philipp
v. Seckendorf im Anfang des 16. Jahrh.

, Wolf «,g a n g) B a r t h o l o m a e u s v. S. im An-
fang des 17. Jahrh. Kanoniker in Comburg; ge-
meint ist wohl der letztere. Wappen: rother ge-
wundener Lindenzweig in Silber.)

Ein rotheß Mesßgewandt von grobgrücn mir
weiß und roth wüllenen borten außgemacht, dar-
zue Zivcen Levitenröckh

Zwey rothc mesßgewänder von rothem Zeug
p urschet genant. « Eine Erklärung dieses Stoffes
konnte nicht gefrindcn werden.)

Ein roth düecheneß mesßgewand mit schlechten
g a l a u n c n sambt stohl und manipul. «galaunen :
Verzierungen an den Rändern.)

Ein alt roth daffeteß Mesßgewandt, darauff ein
Cruciffr, ohne stohl und manipul.

Gelber Färb.

Ein Mesßgeirandt von güldenen Stückh sambt
zweyen Levitenröckhen, zweyen stöhlen vnd drei)

; manipuln mit Bischofs Johann Gottfridts
seel. Wapen.

Ein gelb halbseidenes Mesßgewandt weißge-
blümbt sambt zweyen Levitenröckhen, zwey stohl
vnnd drei) manipul, darvon daß Mesßgewandt
allein mit silbernen (Lyonischen) galaunen auß-
' gemacht. (Schluß folgt.)

Stuttgart, Vuchdruckerei der Akt.-Ges. „Deutsches Volksblatt".
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