Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 22.1904

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datiert 1771. 2(. M. mit K, was auf 1751—53
hindeutet.

Andere Arbeiten bei Zingeler und Laur 97 f.,
bei Friesenegger 48.

Wahrscheinlich Biber-
g e r, Joh. Christoph, kath.,

-r) W enge n (Bez.-A. Wertingen), Pfarrkirche.
Kelch. A. M. mit V, also 1771—78. Einfach,
noch völlig in den Formen des Rokoko. Meister-
zeichen ivie oben a.

6) Straubing, St. Jakob, Kelch. 2(. M.
mit W, also 1773 — 75. Spätrokoko mit Einail-
inedaillons. Tüchtige Llrbeit. Meisterzeichen hier
und in allen folgenden Stücken wie oben 1>.

c) Augsburg, kath. hl. Kreuz. Kelch. A. Bi.
mit Y, also 1777—79. Mit sechs Emails. Bes-
sere Arbeit.

d) Ebenda. Kelch. A. M. mit Z, also
1779—81. Zopf. Silbergetriebene Medaillons
mit Darstellungen aus dem Leiden des Herrn
und Auferstehung. Ziemlich reiche, doch wenig
fein ausgeführte Arbeit.

e) Wenge n (Bez.-A. Wertingcn), Pfarrkirche.
Kelch. A. M. mit Z (1779—81). Einfach, Rokoko
und Zopf gemischt.

l) D i l l i n g c n, Stadtpfarrkirche. Kelch von 1781
(Widmung) Ä. M. mit Z. Die Ornnmentforinen
bereits streng symmetrisch und mit einzelnen Zopf-
motiven vermischt, ein echtes Uebergangsstück.
Arbeit und Verhältnisse gut.

43_ CGO Ein anderes Zeichen desselben Mei-

\o/ sters s. unten d. Bauer, Georg
Ignaz, kath., kurfürstlich Trierischer Silberjn-
ivelier, war 1751 Geselle bei Franz Th. Lang
(oben N. 33). -j- 1790. — Nosenberg 375.

->) Bits Hofen, Stadtpfarrkirche. Kännchen
mit Teller. Augsb. M. mit dl, also 1757—59.
Die Kännchen voll sehr hübschen Formen, Teller
etwas plump.

b) Ebenda. Ein einfacher Kelch.

c) Dillingen, Stadtpfarrlirche. Kelch mit
Widmnngsjahr 176V. Augsb. Al. mit S. Hoch-
rokoko, nur getriebenes Ornament, vorwiegend
rippenartig hervortretendes Schnörkelwerk in den
bekannten 8- imb L-Formeu, begleitet von inaß-
vollem Aluschelwerk; in den freien Flächen Blu-
menziveige, Aehreu, Trauben. Hübsche, sauber
ausgesührte Arbeit von guten Verhältnissen.

<>) A u g s b u r g, Doin, Pfarrsakristei. Kelch.
Augsb. Al. mit 1', also 1769—71. In den
Formen sehr ähnlich den Kelchen c unb e—g des
Meisters R. -16.

e) O berm edlingen, Aez.-2l. Dillingen, Kelch.
A. Al. mit T, also >769—71. Unter den noch
vorhandenen das beste Stück, ähnlich in den For-
men dem obigen Stück c, doch reicher, mit sechs
guten Emails und mit falschen Steinen.

f) A u g s b u r g, Dom, kleine Sakristei. Känn-
chen mit Teller. A. M. mit V, also 1771—73.
Hübsche Arbeit, nur Ornamentinotive, noch Rokoko.

g) 92 cu bürg a. D. Kelch. A. M. mit X,
also 1775—77. Einfach, doch gefällig in den
Formen, mit Emails. Dem Geiste nach schon
llassizistisch, ruhiges, symmetrisches Ornament,
doch in den Forineninotiveu des Rokoko.

h) A ugsburg, Bischöfl. Stuhl. Pontifikal-
Lavabo. A. Al. mit Y, also zwischen 1777 und

1779. Meisterzeichen: Baur. Völlig Louis XVI.
in deutscher Umbildung; außer der Zopfguirlande
Akanthusroselte als Hauptmotiv.

i) Ko n sta»z, Miinsterschatz. Großes silbernes
Kruzifix. 21. 212. mit Y, also 1777—79. Herr-
liche Arbeit.

(Andere Arbeiten von ihm für Comburg, s.
diese Zeitschr. Jahrg. 1896, S. 61 f., 1901,
S. 79; für Klosterwald, Zistcrzienserinnenkloster
iit Hohenzollern (ein Llltarkreuz, Prachtstück, 1715),
für Krauchenivies, O2l. Sigmaringen, s. Zingeler
und Laue, S. 235, 211; für Wald a. d. Alz,
Bez.-A. Llltötting s. Kunstdenkur. d. Kgr. Bayern
1 2637.

H erzebick, JosephTobias. ch 1788.
— Nosenberg 377 > nicht Hezebick).

A u g s b u r g, Domschatz. Neliguicnnionstranz,
datiert 1761 - Nosenberg 377 cl. Eine sehr
reiche Llrbeit, völlig aus Silber, Hochrokoko mit
vollplastischen Figuren. Stiftung des Fürstbi-
schofs Joseph, dessen Wappen in Email kunstvoll
dem Knauf eingegliedert ist.

Einen Kelch in Llltötting ca. 1756 im Muschel-
werkstil erwähnen Die Kunstdenkmale d. Kgr.
Bayern 1 2378.

15.

a) Augsburg, Dom, Pfarrsakristei. Kelch.
A. M. mit R, also 1765—67. Hochrokoko, nur
ornamentale Zier.

1>) E bendn, Domschatz. Kännchen mit Teller.
A. M. mit 8, also 1767 —69.

IAS

a) Dillinge », ehern. Jesuitenkirche. Zibo-
riuni. H. 0,13 (mit Deckel). A 212. mit R, also
1765—67. Fuß gebuckelt in C und 8-Formen
mit einigen Blunienranken und Muschelwerk.

b) Günzburg, Kloster der Englischen Fräu-
lein. Kelch. A. 2)2. mit V, also 1771—73. 2!och
in späten Rokokoformen, rein ornamentale Ver-
zierungen. Nicht hervorragende, doch immerhin
gute Arbeit, nach der Tradition von der Kaiserin
212. Theresia gestiftet.

c) Augsburg, Dom, Pfarrsakristei. Kelch.
A. M. mit Y, also 1777—79. Noch Rokoko;
nur Ornamente mit den Motiven der Traube,
Aehre und mit Blumengewinden. Schönes Stück.

d) Vilshofen, Stadtpfarrlirche. Kelch.
21. Ak. mit Y, also 1777—79. Einfach.

e—g) Augsburg, Dom, Pfarrsakristei. Drei
Kelche. 2l. 212. mit Z, also 1779—81, ganz ähn-
lich dem unter c) beschriebenen Kelch und dein
oben 13 cl) erwähnten Stück.

1>) Ebenda. Kännchen mit Teller. 2l. 212.
mit Z, also 1779—81. Eine sehr hübsche Arbeit,
noch Rokoko, ausschließlich Ornamentmotive.

1) 2lugsburg, kath. hl. Kreuz. Große Mon-
stranz. 21. 212. mit D, also ca. 1790. Der obere
Teil besteht lediglich aus inehrfachem vergoldetem
Strahlenkranz in Silber; Fuß und 2ioduS in

guten: Zopf, sauber gearbeitet.

k) Augsburg, Dom, Pfarrsakristei. Kelch.
’ A. M. mit 12, also ca. 1793. Einfach, Zopf mit
I Emails rot in rot.

l) Ebenda. Kelch. 21. 212. mit 12, also ca.
! 1793. Einfache Ilrbcit in Zopf. In, Innern
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