Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 24.1906

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Die mittlere Glücke i» Notfelden, OA.
Nagold, hat die Umschrift:

Die Glocke lockt zur Kirche,

Der Pfarrer zu Gottes Wort,

Wer diese beid veracht,

Der muß zur Höllenpfort.

Christian Nechliu iu Stuttgart gos
mich auuo 172t.

Die kleinste Glocke iü Weil im Schön-
buch, OA. Böblingen, hat die Umschrift:
Johann Jakob Recht in goß mich in
Stuttgart anno t 738.

Zwei Glocken in Großaspach, OA. Back-
nang, haben die Umschrift: Jakob Rech-
lien gos mich in Stuttgardt. Anno 1737.

Die größte und jüngste Glocke in Echter-
dingen, OA. Stuttgart Amt, ans dem
17. Jahrhundert (soll wohl heißen 18. Jahr-
hundert) nennt den Jacob Rechten als
Gießer.

Die zwei Glocken, die sich ans dein Dach-
reiter der Totenkirche in Backnang be-
fanden, hatten die Umschrift: Gottlieb

Jakob Rech len gos mich in Stuttgardt.
Anno 1732, die vierte Glocke in der
Pfarrkirche in Caliv: Gottlieb Jakob

Nechliu gos mich in Stuttgart anno
1735, die dritte Glocke in der Stadtkirche
in Backnang: Gottlieb Jakob Rech len
gos mich in Stuttgardt. Gloria in ex-
celsis Deo. Anno 1739.

Die kleinere Glocke in Ditzingen, OA.
Leonberg, wurde 1743 von Gottlieb Jakob
Neglin in Stuttgart gegossen.

Die mittlere Glocke in Walddorf, OA.
Tübingen, hat die hübsche Umschrift:
Aus dem Feuer floß ich.

Nach Walodorf geher ich.

Gottlieb Jakob Rech len gos mich in
Stuttgardt. Anno 1745.

Die kleinere Glocke in Loßburg, OA.
Freudenstadt, ist von Gottlieb Jakob
Rechten in Stuttgart gegossen morde».

Auf dem Turm der Kirche in Obcr-
brüden, OA. Backnang, hängen zwei ver-
zierte Glocken mit der Inschrift: Gvttlib
Jacob Rechten gos mich in Stuttgardt.
Anno 1745.

Auf der kleineren Glocke in Schafhansen,
OA. Böblingen, steht:

Komm zum Gotteshaus mit Freuden,

Da kann deine. arme Seel sich weiden.
Gottlieb Jakob Rechlin gos mich in
Stuttgardt anno 1746.

Am 22. September 1750 starb in
Stuttgart Gottlieb Jakob R e ch len,
Bürger und Glockengießer, 43 Jahre alt
(also geboren 1707).

Die größte Glocke in Ochsenbach, OA.
Brackenheim, hat die Umschrift:

Ans dem Feuer flos ich.

Nach Orenbach gehör ich.

Gottlieb Rech len gos mich in Stutt-
gardt. Anno 1742.

Eine Glocke in Niederhofen, OA. Bracken-
heim, ist von G. Rechten in Stuttgart
gegossen.

Die kleinere Glocke in Tamm, OA.
Ludwigsburg, trägt die Umschrift: Jakob
Friedrich Nechliu goß mich in Stutt-
gart anno 1741.

Christian Ludwig Neubert goß, wie
man weiter unten sehen wird, 1753 und
1754 auch zioei Glocken in Stuttgart.

Tie mittlere Glocke in Deufringen, OA.
Böblingen, hat die Umschrift: Johann
Philipp Magnus gos mich (in Stutt-
gart anno 1757.

Die beiden größeren Glocken in Klein-
gartach, OA.- Brackenheim, sind gegossen
von „Johann Philipp Magnus in
Stugardt. Anno 1760".

Die kleinste, 1766 umgegossene Glocke
in Talheim, OA. Rottenburg, hat die
Umschrift: Iah. PH. Magnus goß mich
in Stuttgart 1766.

Am 6. Mai 1766 starb in Stuttgart
Joh. Phil. MagnuU, Bürger und
Glockengießer, 50 Jahre alt, also geboren
1716.

Die größere, reich verzierte Glocke in
Dürrenzimmern, OA. Brackenheim, hat
die Umschrift: Anno 1767 goß mich Georg
Peter Becker in Stuttgart.

Die größte Glocke in Jlsfeld, OA.
Besigheim, goß >769 Georg Peter B e cke r
in Stuttgart und 1 770 eine Glocke in
Degerloch, OA. Stuttgart Amt. Auf der
zweitgrößten Glocke in Meiinsheim, OA.
Brackenheim, steht: Anno 1772 goß mich
Peter B e ck e r in Stnttgard.

Am 2. Mai 1773 starb in Stuttgart
Georg Peter B e ck e r, Bürger und Glocken-
gießer, 41 Jahre alt (also geboren 1732).

C. F. Blüh er in Stuttgart goß 1777
drei Glocken in Heimerdingen, OA. Leon-
! borg, und die größere Glocke in Lomers-
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