Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 24.1906

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abgedruckt. Schon vor zehn Jahren hat
Professor Seelmann im Jahrbuch des
Vereins für niederdeutsche Sprachforsch-
ung XXI (1895), S. 81 ff., sich ein-
gehend mit der sprachlichen Seite der
niedersächsischen, mit einigen wohl mit den
neuen Hohenzollernherrschern eingebürger-
ten hochdeutschen Formen gemischten Versen
beschäftigt. Ich fügte bei Besprechung des
Gemäldes die jede Figur begleitenden
schlichten und doch gemütvollen Verse an,
soweit sie nach dem Stand ihrer Erhal-
tung ein einheitliches Sinnganzes bilden.
Beider vereinte Betrachtung wird auch
beim heutigen Beschauer den Schluß recht-
fertigen, den der weiland Stuttgarter
Kunsthistoriker am Ende seines Werkes

(S. 38) einst gezogen, das; unserem Toten-
tanz in Bild und Text, im malerischen
wie im dichterischen Gepräge der geistige
Stempel einer und derselben Zeit deut-
lich ausgeprägt ist.') (Schluß folgt.)

Aus der Betrachtung der Texte, der Worte,
Gedanken, Reihenfolge der Anordnung der Per-
sonen ergibt sich den, Forscher, daß der Text
des Berliner Totentanzes durch geineinsanie
Ueberlieferung mit den beiden Lübecker Texten
von 1496 und 1520 verbunden ist und diese
norddeutschen Texte selber wieder Anklänge an die
älteren süddeutschen enthalte», die aber den Ur-
texten verwandter bleiben und die alte Kürze
gegenüber der au Versen schließlich zu üppig
wachsende» nordischen Totentanzpoesie; vergl. be-
sonders Maßmann die Baseler Totentänze in
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1885 redig. vom ch hochiv. Herrn Prälat lir. Fr.
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1887, 1888, 1860, 1892, 1894 redig. vom
hochwürdigsten Herrn Paul Wilhelm v. Keppler,
Bischof von Rotteuburg.

1895, 1890, 1897 redig. vom ch hochw. Herrn
Stadtpfarrer Eugen Keppler.

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