Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 25.1907

Seite: 68
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der ciufjere bet Verfolgungszeit kaum erwähnt.
Jedenfalls wäre es logisch unstatthaft, nun rück-
ivürts auf die Nichtigkeit der Renzschen Opfer-
theorie zu schließen — was der Verfasser mit
Recht auch nicht tut. Ob aber diese Theorie von dein
Opfercharakter der Eucharistie historisch und dog-
matisch richtig sei, ist allerdings noch eine sehr
große Frage. Wir müssen ihre Entscheidung den
Exegeten, Dogmatikern und Dogmenhistorikern
überlassen, möchten aber doch hinzufügen, daß
namhafte Exegeten und Dogmenhistoriker sie
nicht teilen und zwar ohne daß sie Anhänger
der Franzelinschen Theorie zu sein brauchen.

Dem Gewicht derjenigen Stellen aber, welche
dartun, daß die ersten christlichen Jahrhunderte
keine ara (Opferaltar), sondern nur die mensa
(Speisetisch) kannten, wird man sich nicht ent-
ziehen können. Einzelne derselben freilich machen
der spirituellen Erklärung von ata doch recht er-
hebliche Schwierigkeiten, so z. B. S. 118.

Methodisch ist die Wiclandsche Arbeit zweifel-
los eine 'Musterleistung. Möge der zweite Teil
dieser glänzenden Untersuchung dem ersten bald
folgen! Wir sehen seinem Erscheinen mit größtem
Interesse entgegen.

Tübingen. Prof. Dr. L. B a ur.

Annoncen.

Herdersche Verlagshandlung zu Freiburg im Breisgau.

Soeben sind erschienen und können durch alle Buchhandlungen bezogen werden:

Braun, Josepli, S. J., Die liturgische Gewandung im

Occident und Orient nach Ursprung und Entwicklung, Verwendung und Sym-
bolik. Mit 316 Abbildungen. Lex.-8° (XXIV und 798) JC 30.—; geb. in Halbfranz Jl 33.50.
Liturgiker, Archäologen, Kunsthistoriker und Historiker werden das Werk, das den
Gegenstand erschöpfender und allseitiger behandelt als alle bisherigen Schriften über die
liturgische Gewandung und das auf der Höhe der Forschung steht, nicht entbehren können.

— Die bdfltfd)Cll Iesuitrnlnrcheil. Ein Beitrag zur Geschichte des Kampfes zwischen
Gotik und Renaissance. Mit 73 Abbildungen. (Auch 05. Ergänzungsheft zu den „Stimmen
aus Maria-Laach".) gr. 8" (XH und 208) Jt 4.—.

Die Schrift ist ein wichtiger Beitrag zur Geschichte der Bautätigkeit der Jesuiten wie
zur letzten Lebensphase der Gotik und der Entwicklung des Barocks im Norden.

H WiiHMerg ausgeführie Arbeiten:

Mnnderkingen, Dürmentingen, Untersul-
metingen, Oberkirchberg, Kirchberga.Iller,
Urach, Rottweil (Studienkirche), Rottweil-
Altsladt, Balgheim, Durchhausen, Schön-
tal, Mergentheim, Ludwigsburg etc. etc.

V V V

Skizzen lind Kostenberechnungen stets
raschest zur Verfügung. Zu mündlichen
:: Besprechungen stets Gelegenheit. ::

. X. Zeltler, Manchen,»«. 23

Stuttgart, Buchdruckerei der Alt.-Ges. „Deutsches Velksblatt".
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