Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 26.1908

Seite: 62
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dürfte später einmal die Firma „Manch u.
Söhne" lauten. — Derartige Leistungen
fordern selbstverständlich ein größeres Pub-
likum und kaujkräftigere Abnehmer, als
sie in einer Stadt niit ca. 10 000 Ein-
wohnern zu finden sind. Die Bestel-
lungen durch hervorragende Kenner und
die goldene Medaille von der Villinger
Ausstellung beweisen, daß sie dessen wür-
dig sind. Auch die Preise für das Ge-
botene sind wirklich mäßig berechnet, er-
leichtern die Anschaffung, und eine Be-
sichtigung der gelieferten Arbeiten (Kron-
leuchter in Bühl bei Nottenburg und
Hansen bei Krauchen-
wies, Kandelaber in
Nottenburg - Ehingen,

Wandleuchter ebenda
sowie in Poltriugen
und Dürbheim, Sa-
kristeiglockenstuhl in
Bühl, Weggental und
Nagold, Türbeschläg
in St. Theodorich bei
Nottenburg, Wendels-
heim und Goltesacker-
kapelle zu Hailsingen,

Ostelkerzenständer in
Bühl, Schramberg
und Hansen (Hohen-
zollern), Opferkerzen-
sländer in Bühl,

Opferstöcke im Dom
i>nd Seminar in Rot-
tenburg sowie in Hun-
dei singen bei Ried-
lingen , Tumbakreuz
in Erlaheim, Grab-
krenze ans den beiden
Gottesäckern in Nottenburg, in Wen-
delsheim, Saulgau, Dürmettstelteu und
Münster bei Cannstatt, ein Rosenzweig
mit Lichthallern im Seminar in Nolten-
bnrg) wird das Gesagte bestätigen. Möge
der Erfolg nicht ausbleibeu und mögen
die jüngeren Träger der Firma den
Wunsch au sich in Erfüllung gehen sehen,
den sie als eifrige Mitglieder der Gesellen-
vereine von Nottenburg, Ravensburg,
Frauenfeld, Züiich, Düsseldorf, Essen,
Köln, Frankfurt und Straßbnrg so oft
aussprachen und aussprechen:

„Gott segne das ehrbare Handwerk!"

Geschichte der kirchlichen Ärmst
im oberen Klstal.

Mit besonderer Berücksichtigung der
Architektur.

Von Pfarrer Wunder, Mühlhausen.
(Fortsetzung.)

In der (mo,dein - gotischen) Kapelle in
O b e r d r a ck e n st e j u befinden , sich drei
ausgezeichnet schöne spätgotische Statuen
der Madonna, S. Katharina und Bar-
bara, Werke, eines Sprlin nicht un-
würdig. Bewundernswert sind besonders
die Köpfe, die anmutige, etwas einge-
bogene Haltung und
der herrliche Falten-
wurf der Gewandung.
4. G o s b a ch.
Pfarrkirche zum
hl.Magnus mit Turm-
chor. Die Kirche zeigt
keine Spur älteren
Stils mehr, auch
wurde hier, beinahe
alles alle Inventar,
Altäre u. dergl. gründ-
lich ausgeränmt, so
daß nichts mehr von
Bedeutung vorhanden
ist. Am Weg nach
Mühlhausen das hüb-
sche Josephkapellcheu
mit einigen wenigeil
Slückverzierungen im
Stil des Flüh-Rokoko.
An einem muschelför-
migen steinernen Weih-
wasserbecken findet sich
die Jahrzahl 1733,
auf dem Altar noch zivei mittelmäßige
gotische Statuen. In der (modernen)
Kreuzkapelle ans dem Leimberg (Wallfahrt)
befindet sich ein aller gotischer Kruzisixns,
ein hervorragendes Kunstwerk mit ergrei-
fendem Gesichlsausdruck.

5. H o h e n st a d t.

Die Pfarrkirche zu St. Margareta war
ursprünglich ivohl gotisch, worauf der
polpgou endende Chor hinweist, zeigt aber
sonst keinen ausgesprochenen Stil. Der
der Westseite vorgebaule Turm bildet
unten eine Vorhalle, geht oben ins Acht-
eck über und schließt mit einer Zwiebel-
kuppel. Derselbe hängt bedeutend nach

G r a b k r e u z für Pfarrer Laib.
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