Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 27.1909

Seite: 32
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Farbe das Lebenselemcnt der Malerei ist. ES
ist aber dem Hefte je nur eine farbige neben
ca. 30 farblosen Reproduktionen beigegeben. Die
Stellung Roofes als Direktor eines Museums in
Antwerpen mag es mit sich bringen, das; bis
jetzt nur Niederländer zur Darstellung kamen.
Den Hauptinhalt von Heft III bilden die Werke
von Frans Hals und Nenibrandt, von Heft IV
van Steen, Adrian» und Isaak van Ostnde,
Albert Kupp und Pieter de Hoogh. Daß
Terborch, Ruysdael, A. van de Velde, Potter
und Wouverinan mit einzelnen ihrer Hauptwerke
vertreten sind, ist selbstverständlich. Aber auch
kleinere Meister, deren Werke weniger bekannt
sind, finden Berücksichtigung, so A. Mor, Bäcker,
Flink, Bol, Maes, Don, Vermeer, van der Helft,
de Brat), Metsu, Netscher usw., Porträt, Land-
schaft, Genre wechseln in angenehmer Mannig-
faltigkeit.

H e i d e n h e i in. Di'. E h r h a r t.

Du. G. Anton Weber, DieAlbertus-

Kapelle in Regensbnrg. Verlag von

I. Habbel, Regensbnrg 1908. (50 Pf.)

Das kleine, mit sichtlicher Liebe verfaßte Schrift-
chen enthält einen interessanten Beitrag, weniger
zur Kunst- als zur Regensburger Lokalgeschichie.
Der Hörsaal im Kreuzgang des dortigen Domini-
kanerklosters bildet den Gegenstand der Studie.
Es kommen zur Besprechung der in der Kapelle
aufgestellte Flügelaltar sowie der übrige plastische,
figürliche und inschriftliche Schmuck. Es hätte
wohl dem geschichtlichen Interesse des SchriftchenS
mehr entsprochen, wenn an Stelle der mangelhaft
reproduzierten neueren Gemälde deZ AltareS mit
Szenen aus dem Leben des hl. Albertus der
Hörsal selbst, die aus dem 15. Jahrhundert
stammenden Sitzbänke mit dem gotischen Doppel-

lehrstuhl sonne das Epitaphium mit der Notiz,
daß der Vater des sei. Heinrich Suso im Regens-
burger Dominikanerkloster sein Grab gefunden
habe, eine Wiedergabe im Bilde erfahren hätte».

H e i d e n h e i m. Dr. E h r h a r t.

Die Schrift Mi ensa n n b C o u f e s s i o unb
P. Emil Dorsch S. J. in Innsbruck. Eine
Antwort von Dr. Franz WieIanb,
Subregens in Dillingen. München (Lent-
ner) 1908. — 113\i. 8 S. 1 M.

Eine Verteidigung der im „Archiv für christliche
Kunst"1907, Nr. ii, Seite 67 f. besprochenen Schrift,
uäherhin ihrer dogmengeschichtlichen Seite, gegen
den von P.lDorsch 8. j. erhobenen Vorwurf der
Unvereinbarkeit mit dem kirchlichen Glauben. An
archäologischen Ergebnissen trägt diese Verteidi-
gungsschrift, die inhaltlich ihren Zweck erreicht
haben'dürfte, nichts Neues zur Sache Mensa und
Confessio bei. Darum kann von einer näheren
Besprechung > derselben hier abgesehen werden.
Tü b i n g e n. W. Koch.

Die Ausführungen über „Katholische Kirchen-
kunst und moderne Kunst" werden in der näch-
sten Nummer fortgesetzt. L. B.

Hiezu eine K u n st b e i l a g e:

B u s ch , D c r h l. M a r t i n u s.

Annoncen.

- l

Q u r ei e s n v* © f t e b"b b a is *

m Bereits 51 Anlagen errichtet. Zeich-
nungen und Kostenanschlag bereitwilligst.
Alois Hueber, Wallerstein, Bayern.

Herdorsche Verlggshandlnng in Freiburg im Breisgrm.

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Veissel, l^t., 8. .1.. Geschichte der Uerehrimg Marias ia Deutschland

während des Mittelalters. Ein Beitrag zur Religionswissenschaft und Kunstgeschichte. Mit
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Aeppler, Dp. p. ID. v., Bischof von Roitenburg, Ans Kunst und Ktbeu.

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Inhalt: 1. Das religiöse Bild für Kind und Haus. 2. Gedanken über Raffaels Cäcilia.
3. Helgoland. 4. Leo XIII. 5. Der Gemäldefund von Burgfelden in Württemberg. 6. Bilder
aus Venedig. 7. Deutschlands Riesentürme. 8. Michelangelos Jüngstes Gericht. 9. Christliche
und moderne Kunst. 10. Siena. 11. Die Rottenburger Dombaufrage.

Eine „Nene Folge" von „Aus Kunst und Leben" (2. Ausl., M. 5.40; geb. M. 7.— und
M. 8.40) enthält die folgenden Essays: 1. St. Thomas v. Aquin in der mittelalterlichen Malerei.
2. Der Freiburger Münsterturm. 3. P. P. Rubens als religiöser Maler. 4. Raffaels Madonnen.
5. Wanderung durch Württembergs letzte Klosterbauten. 6. Raffaels „Sposalizio". 7. Von der Freude.

„Die kathol. Literatur besitzt nicht viele ähnliche Werke, deren Lektüre vielseitige Belehrung
und zugleich geistigen Hochgenuß garantieren kann." (Prof. Dr. Jos. Satier, Freiburg.)

Stuttgart, Buchdruckerei der Akt.-Äes. „Teutsche? Bolkvlilatt".
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