Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 28.1910

Seite: 78
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Weise ititb prachtvoller Auffassung au den
passenden Stelle:: unter die eigenartigen,
von einer ungewöhnlich reichen Phantasie
und Gestaltungskraft zeugenden Natnr-
darstellungen der Portale ein, dein Ganzen
eine höhere Weihe verleihend. Der ge-
samte Portalban ist eine Verherrlichung
der Jngendgeschichte Jesu. Das gött-
liche Kind, meist den Mittelpunkt der
Darstellungen bildend, ist mehrfach dar-
gestellt, so in der Krippe, im Tempel 2C.

Das ungeheure Werk dieses Kirchen-
banes wird durch
mildeSpenden er-
möglicht, daher
erklärt sich auch
derlaiigsame Fort-
schritt des Baues.

Sobald die Ga-
benreichlicher flie-
ßen, wird reger
geschaffen, sind
die Mittet knapp,
so muß die Arbeit
großenteils ein-
gestellt werden.

Doch, alle Welt
inBarcelona, von:

Reichsten bis zun:

Aermsten, ist be-
geistert von dem
schon Znstandege-
kommenen. Wohl
werden noch viele
Jahre vergehen,
ehe das Werk sei-
ner hehren Be-
stimmung überge-
ben werden kann;
doch ist ja der
Werdegang un-
serer machtvollen
mittelalterlichen Dombanten ein genau
ebensolcher lückenhafter wie langsainer.
Die Güte des Baumaterials und das
trockene Klima Kataloniens gewährleisten
überdies ein sicheres Bestehen des bereits
Geschaffenen.

Zur Glockenkunde.

Von Rechnungsrat Marquart, Lndwigsburg.

Die Kirchenglocken sind sowohl in künst-
lerischer als altertümlicher und knllnrge-

Haupiportal der Kirche

(Photographie von F.

schichtlicher Beziehung von Interesse; fie
haben außerdem einen Schätzungswert von
Millionen und sind daher wohl dazu an-
getan, unsere Aufmerksamkeit in Anspruch
nehmen zu können.

Reiches Material zur Geschichte der
Glockenkunde in Württemberg findet sich bei
den Beschreibungen der einzeli:en Ober-
amtsbezirke znsammengetragen, in welchen
beinahe bei jeder einzelnen Gemeinde auch
die Kirchtürme und bereit Glocken beschrieben
sind. Eine Probe hievon habe ich über
den Dekanatsbe-
zirk Gmünd in
der „Remszei-
lnng" Nr. 15 und
41 von 1909 ge-
liefert.

Es nrag einer
Veranlassung
nehmen, aus dem
in den einzelnen
Oberamtsbeschrei-
bungen lagernden
Material etwa
eine Zusammen-
stellung zu ma-
chen :

1. über die
Glocken ohne Ra-
men des Gießers
und Datuins;

2. über die
Glocken ohne Na-
men des Gießers
aber mit Datum
und datierbar;

3. ' über die
Glockengießer ans
den verschiedenen

der Sagradn Fannlia. Jahrhunderten

SJiielect, Sprottau.) ^ ' '

usw.

In dem katholischen Kirchenblatt für
die Diözese Rottenbnrg von: Jahre 1866
— Seite 168 ff. — wurde bereits die
Anregung gegeben, es möchten wenigstens
die größeren Geläute, oder die älte-
sten und die durch ihre Inschriften
merkwürdigen Glocken der Diözese
Rottenbnrg in: Interesse der christlichen
Kunst und Altertumswissenschaft beschrieben
werden.

Ji: den Spalte:: des genannten Blattes
sind alsdann die Glocken einiger Dekanat-
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