Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 29.1911

Seite: 32
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Für 17 Loth Bortheu zum rot
blüscheneu Meßgewandt ä 18 kr.

Für 20l/s Loth gold Bort Pen zum
blaueu Meßgewandt ü 13 kr.

Für 18 Loth Silberne Pcrtheu
zum grünen Meßgewandt ü 13 kr.

Für 80 Loth Mayländ. Bortheu zu
denen schwarz zeugeneu Meß-
gewändern ä 10 kr.

Für 20 Loth Mayländ. Bortheu zu

2 weiße Meßgewänder ä 10 kr.

Für 30 Ellen schwarz Futter Lain-

wandt zum Nauchmautel, und

3 schwarzen Aleßgeioäirvleru,
Stohl u. Mauipl a 12 kr. die Ellen

Für das Färber-Lohn von vor-
steheudte 30 Ellen Leinwarh ü 2 kr.

Für 25 Ellen Futter Leinwand zu
denen übrigen Meßgewändtern
samt Färben a 12 kr.

Für rohe gesteuffte und geleimbtc
Leinwath zum Nauchmautel und
Meßgewänder 38 Ellen ü 13 kr.

Für 4* 2 Ellen Halbperter ä 28
Batzen zu einem Belum

Für 6*s Ellen seidene Fransen
dazu sür Seide uird Macherlohn
das Loth ä 30 kr. gerechnet von
3 Loth 1 Quintl

Für 6 Ellen Schwarz Zeug zu einem
antiken ei. ä 24 kr.

llntb 2*/2 Loth Silberne Borthleiu
darauf ü 13 kr.

Für ein roth damastenes Kelchtüch-
leiu

Für 2 blau damastene Kelchtüchlein

Für 2 grün damastene dto.

Für 2 schwarz damastene Kelchtüch-
leiu

Für 10* 4 Ellen goldene Spitz zu
2 Kelchtüchleiu er 5 kr.

Für 21 Ellen Spitz sür 6 Kelchtüch-
leiu ä 6 kr.

fl. kr. H.

3 41 —

4 26 4

3 54 —

3 20 —

6-

1-

8 14 —

8 24 —

1 37 4

2 24 —

- 32 4

2 11 —

4 -

3 30 —

3 30 —

- 51 2
2 6 —

Für 4 Ellen Silber und goldter
Spitzlein zrr 1 Kelchtüchleiu n 4 kr. — 16 —
Für 28 Loth schwarz rrnd weißer
Seiden zu den Fransen an deir
Nauchmautel ä 20 kr. 9 20 —

Für 1 Loth schwarzer Nah-Seide — 20 —
Für 5 Ellen schwarze Taffet-Band
zu dem Rauchmantel ä)4 kr. — 20 —
Für weiß, roth, schwarz auch gvldt

und Schwebel gelbe Faden 2 — —

Für Pappendekhel zu den Corporal-

tascheir — 5 —

Macherlohn v. 9 Meßgewändern 9 — —
Bon dem Rarichmautel 2 — —

Von 3 Corporal-Taschen 1 30 —

Für 9 Kelchtüchlein - 16 —

Für das antipendium — 8 —

Das Velum zu machen — 4 —

Für 10 Strüth gezwirnter Gürthlen

a 24 kr. 4-

Summa der völlig Verechirung 247 32 6

Zu schönstem Dankh Maria Scholastica v Pflaum,
bezahlet Prioriu zu Urspring.

Q u i t t u n g.

Daß der 2. Map 1718 ich Endsgesetzte zrr
dem neuen Pluvial, rmd Meßgewandt von
Schwartzem Sammet, item anderen iveiß und
roth Meßgeivändter wie auch anderer Paramenten
in Abschlag auf die völlige Abrechnung Emp-
fangen habe au Zins-QuittuuZ.240 fl. atteniere
mit aigeuer Haudt-unlerschrift und hervorqe-
stelltem Pettschast.

8i§n. Urspring, den 2. Map 1718

Siegel: Maria Franziska
Abblissin.

Die große Bestellung" ehrt nicht bloß
das Chorstift, sondern legt anchsein rühm-
liches Zeugnis ab von dem Fleiß der Ur-
springer Klosterfrauen, deren geschickte Nadel
zur Ehre Gottes, zum Schmuck der Kirchen
llnd zur Verschönerung des Gottesdienstes
tätig war, nicht zum zeitlichen Gewinn,
berechneten sie ja für ein Meßgewand
nur 1 fl., für einen Nauchmautel z 2 fl.
Macherlohn.

Literatur.

Tizi a ns schmerzensreicheMado nnen
von Karl Peez. Wien, A. Kölder.
1,30 M.

Tie kleine Studie zeugt uicht bloß vou warmer
Begeisterung für deu großen Venetianer, sondern
auch von großer Belesenheit und wissenschaft-
lichem Ernst des Verfassers. „Habent sua fata
libelli“; auch Bilder und Gemälde haben ihre
Schicksale und Geschichte. In interessanter Weise
werden die Addolorateu Tizians behandelt nach
Technik, Kunstwert und Geschichte. Drei Typen
werden festgestellt: I. Holzbild im Prado;

II. Schiefergemälde im Prado (beide für Karl V.
gemalt); III. Madonna des Kaiserhauses in
Wien. Dieser letzte Typus weist die meisten
Varianten auf, darunter die Madonna Peez* in
Wien, welche als der eigentliche Typ III erklärt
wird. Obgleich der Verfasser „pro domo" spricht,
macht seine Beweisführung Eindruck.

Heiden he im. Stadtpfarrer Ehrhart.

Die moderne Richtung in der christ-
lichen Kunst von M. Dunkler.
Joh. Korzeniewski, Berlin N. 58. Preis
50 Pf.

Das kleine Schriftchen, das richtiger den Titel
führte „Christliche Kunst in Aachen" verfolgt
eine recht praktische Tendenz in zweifacher Hin-
sicht. Einmal will es Aachener Maler, Bildhauer,
Goldschmiede, Kuustgeschüfte und -anstalten der
großen Oeffeutlichkeit, besonders der Geistlichkeit
empfehlen, sodann auch Winke und Weisungen geben
über würdige künstlerische Ausstattung von
Kirchen. Den lesenswerten Ausführungen, die
au die Aachener Ausstellung von 1907 anknüpfen,
sind 32 gelungene Illustrationen beigegeben.

H e i d e n h e i m. Stadtpfarrer E h r h a r t.

Stuttgart, Buchdruckerei der Akt. Ges. „Deutsches Volksblatt".
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