Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 34.1916

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lJ. und Mariä-Hilf), Horb (Jakobs-
bad), Krummwülden-Salach, Munder-
kingen, Jakob bei den Sondersiechen,
1824 abgegangen, Mnttensweiler-Stein-
hansen, Söflingen, 1805 abgebrochen,
Unterdenfstetten, abgegangen, Wöllstein
bei Abtsgmünd.

Kaplaneien: Emerkingen, Friedrichs-
Hafen, aufg.- Gmünd, aufg., Rottweil?

Eggmannsried. Patron nach Hauschel
irrnjon, nach Schüttle miuor.

Jakobs- und Endrespfründ bei der
Burg zu Dußlingen, kommt schon 1411
vor.

Evangelische Kirchen: Albeck bei Ulm,
abgegangen, Anenstein, OA. Marbach,
Brackenheim, Haberschlacht, OA. Bracken-
heim, Haslach, OA. Herrenberg, Hohe-
bach, OA. Künzelsau — 1238, Hohen-
staufen — 1228 (Hic tramsibat Cae-
sar), Jselshausen, OA. Nagold, Kirch-
heim, OA. Neresheim, Kuchen, OA.
Geislingen, Loßburg, OA. Freuden-
stadt, Münchingen, OA. Leonberg (Jo-
hannes?), Niederstetten, OA. Gera-
bronn, Oppenweiler, OA. Backnang,
Pfalzgrasenweiler, OA. Freu-
denstadt, Rappach, OA. Weinsberg
(U. ^4. V., Jakobus und Johannes),
Schaibach, OA. Gerabronn, Sina-
bronn, OA. Ulm (Zum hl. Kreuz?),
Sontbergen, OA. Geislingen, Tübin-
gen, Spitalkirche, Winnenden, Schloß-
kirche.

Kapellen: Dunzendors, OA. Mergent-
heim, Eßlingen, abgegangen, Großsach-
senheim, OA. Vaihingen, teilweise ab-
gegangen, Wallfahrt mit Jahrmarkt,
Hall, 1236 erwähnt, abgegangen, Lan-
genau, abgegangen, Schorndorf, abge-
gangen, Sontbergen-Bräunisheim, Ulm,
abgegangen.

Hohenzollern: Hechingen, Stiftskirche,
Jmnau, OA. Haigerloch, Owingen, OA.
Hechingen.

Kapelle: Glashütte, OA. Sigmarin-
gen.

Der heilige Ignatius.

31. Juli.

Untermarchtal, Exerzitienhaus, Illin-
gen, OA. Maulbronn —- 775. (Cyria- ,
kus?).

(Fortsetzung folgt.)

Der Salvator bei Gmünd utid
sein Erbauer.

Zur dritten S ä k u I a r f e i e r
1617—1917.

Von Stadtpfarrer Weser, Söflingen.

„Eine Felsenhöhle seh ich hier zur Kirche
eingeweiht,

ivo einst wilde Räuber hausten, wohnt
jetzt Gottes Herrlichkeil.

Prangend steht in reichem Schmucke der
Altar; von Künstlerhand

sind gestaltet heil'ge Bilder ans der harten
Felsemvand."

So beschreibt ein Gedicht im „Kath.
Sonntagsblatt" 1866 S. 155 das Sankt-
Salvator-Heiligtum bei Gmünd, einen
der lieblichsten Wallfahrtsorte unserer
Diözese, den Liebling der Gmünder und
von so viel tausend Wallfahrern, die
jedjährlich, besonders in der Fastenzeit,
den Stationenweg hinanpilgern zu deil
Felsenkapellen. Wie ein Nest an den
Felsen geschmiegt, mutet das Heiligtum
an. Aus dem saftigen Blättergrün der
Baumgruppen heraus grüßt der Turm
von seiner stillen Umgebung hinab auf
den lebhaften Bahnhof und in die ge-
schäftige Stadt, grüßt die alten, schönen
Kirchen und Kapellen, grüßt die einst
wehrhaften, viel Kriegsnarben weisen-
den Türme, grüßt hinüber zunr Rech-
berg, der die Muttergotteskirche und
seine Schloßrnine trägt, und grüßt all
die herrlichen Berge vom Rosenstein bis
zum Staufen, die lvie ein wundervoller
Rahmen eines der hübschesten Land-
schastsbilder umschließen.

Nun sind es im Jahr 1917 dreihun-
dert Jahre des Bestehens der Felsen-
kapellen, um welche sich tut Laufe dieser
Zeit eine Reihe von Kapellen und Hei-
ligtümern gruppiert hat, die das Ge-
heimnis der Erlösung der Menschheit
durch den Heiland, den Salvator, prei-
sen und verherrlichen unb zur frommen
Betrachtung desselben anregen wollen.

Es ist auffallend, daß der Salvator
bisher noch keine eingehendere und kri-
tische Bearbeitung in historischer ttnd
kunsthistorischer Beziehung gesttnden
hat. Rasch mit dem Urteil fertig ist eine
den 1860er Jahren ungehörige Hand-
schrift, welche die Kirchen, Kapellen,
Klöster und andere hervorragende
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