Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 34.1916

Seite: 71
DOI Heft: 10.11588/diglit.16256.15
DOI Artikel: 10.11588/diglit.16256.17
DOI Seite: 10.11588/diglit.16256#0074
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/afck1916/0074
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
71

3. 51 e I cf), einfach, silbervergoldet
mit Sechspaßfuß, Jühresbuchstabe
B = 1736—37, Meister F. T. I
Franz Thaddäus Lang (Vorgeher
1727, Beschaumeister 1732 und 1748,

7 1773).

4. Ein Paar silberne Leuchte r,

42 ein hoch, Rokoko, Jahresbuchstabe
I» .— 1761—63, Meisterzeichen 61.

I. B. = Georg Ignaz Bauer (Be-
fchaumeister 1761, Vorgeher 1771,

1' 1790).

5. Ein Paar silberne L e u ch t e r,

42 cm hoch, Jahresbuchstabe 5' —
1773—75, Meister .6. <1. W.

6. Lavabogarnit u r, Silber
sehr elegantes Rokoko, Jahresbuch-
stabe B = 1761—63, Meister J. O. ,S

7. ,Ö e l ch, silbervergoldet, Rokoko
rohes Blumenornament, Stempelt
fehlen.

8. 54 e l ch, Silber,

Jahresbuchstabe 1b
Meister J. A. ,S.

9. K e J ch, ganz vergoldet, Ro-

koko, mit kleinem Blumenornament,
Jahresbuchstabe V = 1771—73,

Meisterzeichen C. X. ,S. =i Kaspar Ra-
ver Stipeldey (Vorgeher 1782). Unten
am Fuß das Deblersche Wappen mit
den Buchstaben J. 14. = Johannes
Debler.

10. Meßbuchbeschläg, Silber, Blumen-
korbornament; aus den Buchdeckeln in
der Mitte zwei 18 X 11 cm große
durchbrochene Beschläge, in deren Mitte
die Bildchen der hl. Georg und The-
resia sich befinden. Ohne Zeichen. Die
Bildchen weisen auf die Salvatorstifter
Georg und Theresia Debler hin.

Alle diese Sachen sind Augsburger
Arbeit (vergl. Weser, Der Kirchenschatz
von Gmünd 1909).

Der Kapuziner F. Urban Haslang-
kreiter, Salvatorprediger, schreibt
1J7043): „Es sind etliche Opfer von
Silber ausgehängt worden als: ein sil-
berner Arm, eine Tafel mit zwei silber-
nen Füßen, wiederum ein silberner Arm.

Ich habe alle Opfer von Silber zusam-
menzählen lassen und befinden sich aus
dem Salvatorberg 100 Stück, außer de-
nen, so in dem Haus des Herrn Unter-
Pflegers sein." Die bedeutendste Stis-
tnng zum Salvator machte das Kuus-
mannsehepaar Georg und Theresia
Debler, deren Oelbilder heute noch im
Salvatorkaplaneihaus zu sehen sind.
Der am 21. Januar 1770 verstorbene
Kassier und Handelsmann Georg Deb-
ler und seine Frau stifteten ein zweites
Benefizium, das Deblersche, und eine
Summe zum Bau des Benesiziathauses
auf dem Salvator, im ganzen 15 000
Gulden 4ß), eine Stiftung, welche am
2. Juli 1772 vom Bischof von Augsburg
bestätigt wurde* 2 * 4 *"). Im Jahr 1773 stif-
tete Achilles Stahl, der Oberachtmeister

_ 40) F. 35 Debler, Chronologische Narhr.

2. 144 und Weser, Alte Gmünder, V. Eine

Gmünder Kausmannssamilie. „Remsztg."

1908.

*0 F. X. Debler 1. c., S. 145.

4,J) Friz I, Wunderberichte.

i
loading ...