Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 35.1917

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öerle charakteristischen
blauen Gewände. Von
einem Kissen, das ein
Engel hält, hat Jesus
die Krone genommen,
mit der er seine Mut-
ter schmückt, während
eine kleine Engel-
gruppe rechts einen
lilientragenden Engel
begleitet. Etwas er-
höht über Maria hält
Gott Vater das Zep-
ter und über der gan-
zen Szene schwebt der
Heilige Geist. Die drei
göttlichen Personen
sind in einem großen
Dreiccknimbus verei-
nigt.

Dieses Vild ist um-
geben von vier Kar-
tuschenbildern: a) der
Auserstandene erscheint
mit der Osterfahne
Maria Magdalena,
der er den Auftrag
gibt, dem Petrus die
Auferstehung zu mel-
den, b) Jesus ent-
schwebt vor seinen Apo-
steln und Maria in
den Himmel, c) Sen-
dung des Heiligen
Geistes über Maria
und die Apostel, äs Ma-
riä Himmelfahrt, sehr
einfach dargestellt: nur
das Grab mit zwei
Engslein und die aus
dem Grab erstechende
Maria.

Diese vier Bilder
mit dem Hauptge-
mälde zusammen ge-
ben die fünf Geheimnisse des glor-
reichen Rosenkranzes. In dem
Bilde ist die Verbindung der Kirchcn-
pasrone mit dem dargestellten Gegen-
stand zunächst nur eine sehr lose. Viel
klarer ist ihre Verehrung in den Gemäl-
den des Schisses ausgesprochen.

Das große Deckenbild enthält zwei

Szenen nebeneinander: das Marth-
r i u m v o n P e t r u s und P a n 1 u s.
Im Vordergrund steigt eine etwas un-
beholfen gegebene Felslandschaft in vier
Stufen an. Alls der untersten Stufe
im Mittelpunkte des Vordergrundes
sitzen zwei Soldaten, welche die Doppel-
szene betrachten, die sich ihnen darbietet.
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