Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 36.1918

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setzt und mehr oder minder mit Edel-
steinen besät, in ihnen Wappenexlibris
geführt.

Im Saufe der Zeit verlor das Exlibris
sein aristokratisches Gepräge, um mehr
als ornamentale Zierde zu wirken.

Vereinschronik.

Am 25. Februar, dem Geburtssest
Sr. Majestät des Königs Wilhelm,
wurde das Ausschußmitglied des Diöze-
sankunstvereins, Bildhauer Theodor-
Schnell in Ravensburg, mit dem Ti-
tel „Professor" ausgezeichnet. Diese hohe
Auszeichnung trifft einen Künstler, der
in unserem Lande und weit über dessen
Grenzen hinaus durch seine bahnbre-
chende Tätigkeit auf dem Gebiet des
Altarbaus einen hervorragenden Ruf
besitzt. Wir wollen nur einen Satz hie-
her stellen aus einem Aufsatz von Pater
Ansgar Pöllmann, der in der „Augs-
burger Postzeitung" vom 16. September
1917 erschienen ist. Da heißt es: „Mu-
stergültig sind Schnells Restaurationen,
.Erneuerungen und Fortbildungen
alter Kunstwerke in den Kirchen
zu Rottweil (Heiligkreuz), zu Jgls, !
Bigens und Camischolas in Grau-
bünden, zu Königseggwald in Wiirttem- ;
berg, wo er mit wenigen Fragmenten
ein Schmuckkästlein geschaffen hat, an
dem man gerade die Einheitlichkeit alten
Fühlens und neilzeitlichen Empfindelis
wie nirgendwo anders bewundern kann,
und nur der Weltkrieg hat seine gran-
diose, monumentale Raumgestaltung des
Domes zu Chur auf einige Jahre unter-
brochen." Ein anderes Schatzkästlein
Schnellscher Kunst ist die neue Haus-
kapelle im Kloster Reute (Württem-
berg). Bei der 13. Tagung für Denk-
lnalpflege in Augsburg (19.—-23. Sep-
tember 1917) hat Schnell in der Augs-
burger Dominikanerkirche über 200
Schwarzweißblätter ausgestellt, die sich
beschäftigen mit Details aus den Kir-
chen und Münstern zu Ulm, Konstanz,
Friedrichshafen, Buchsheim (Karthänwr-
kloster) und Ottobeuren, die in demsel-
ben Artikel hoch gerühmt werden. Anßer-
deln ist Schnell auch tätig an der Ver-
wundetenschule zu Ravensburg. Wir
freuen uns herzlich dieses begnadeten
Meisters und seiner liebenswürdigen

Kunst und dürfen auch in der Zukunft
noch Großes aus seiner Werkstätte er-
warten und beglückwünschen ihn zu der
königlichen Anerkennung, die fein künst-
lerisches Wirken gefunden hat.

W.

Literarisches.

Rheinische» Beratungsstelle
f ü r Kriegerehru n $ e n, A n -
r e g ll n g e n f ü r Kriegergrab-
mäler. Heft 1 und 2. Aug. Steiger,
Mörs. 1917.

liegt vor Heft 1, welches »sehr gute Vor-
bilder »für !S t 'e i n f x e u g e in den -verschie-
densten Formen bietet. Bei jeder Form ist
der Maßstab-, Werkstoff, Bearbeitungsart,
Schrilftschmllck näher bezeichiret. Die meisten
Zeichnungen sind -eine Anlehnung an .alte
Sternkreuze^ die in Meinem -Düaßstav mit
Bezeichinung von Ort und Jähr dlen einzel-
nen Blättern beugegest en sind. Das Heft 2
zeilgt Hol.zkreuze, in «derselben Art be-
handlÄt wie «die -Steinikr-eu»z>e. Für Künstler,
Kunsthandwerker, ja selbst für das einfachste
DorfhaNdiwerk, fiir Gemei-nden und- Einzelne
ist reiches Ansch«auungs>materiäl i>n- vorbild-
lichen Formen geboten. Diöchten die Hefte
gut studiert und fleißig verwendet werden!

S. W.

Das deutsche Einh-eitskreuz
f ii r K r i e g e r g r ä b e r i m F e l d e.
Ein Beitrag zur Kriegerehrung von
L. R. Spitzenpfeil. Mit 12 Zeichnun-
gen. Lichtenfels, O. Schulze. 16 S.
Preis 25 Pfennig.

Das Schriftchen tritt ein für das Ein-
heitskreuz (Eisernes-Kreuz-Form) von vr.
Wilh. Rvlfs, dessen Schrift wir in Heft 1
letzten -Jahrgangs rezensiert haben. Di-e Ein-
st eitskreuzform wird -von Iber Firma Port-
landAementwerk RvMbach- in «RoMb-ach«, Kreis
Metz, in.zw-ei G-rößlen hergdstellt: 95 cm zum
Preis von 8 Mk., 125 cm zum Preis von
t0 Mk. Es- läßt sich -auch zum Schmuck von
Kriegergräbern in d>er Heimat v>erw«euden.

S. ' W.

Schwäbisches Heimatbuch 1918.
Herausgegeben vom Bund fiir Hei-
matschutz in Württemberg und Hohen-
zollern. VI. Band der Bücherei des
Bundes. Stuttgart, Wilhelm Meyet-
Jlfchen, 132 Seiten mit zahlreichen
Illustrationen.

Würdig reiht sich der vorliegende Jahr-
gang feinen Vorgängern an. Er scheint uns
an Vielseitigkeit und Reichhaltigkeit des In-
halts die früheren Jahrgänge zu übertreffeu.
Aus den Jahres- und Kassenbericht 1016/17
folgen die Einzeldarstellungen. Ein „Plan zu
einem Wettbewerb für Einzelehrungen von
Kriegern" weist hin auf die Totenschilde und
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