Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 36.1918

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Gedenktafeln alter Zeit, wte sie sich in und
an Kirchen un!d andern Häusern noch vorfin-
dcn. Prüf. Högg (Dresden) gibt Richtlinien
über den Heimatschutz nach dem Kriege. „Ein
clsässisches Dorf vor hundert Jahren" gibt
Professor Schuster Anlatz, elsässische Dorfhäu-
ser in Wort und Bild vorzuführen als Bei-
spiele tüchtiger Zimmermannsarbeit. Daran
reiht sich ein Gedächtnisblatt für Prof. Ru-
dorfs, den Schöpfer des Heimatschutzes. Eduard
Morasch bespricht die schwäbischen Laüdschafts-
maler Robert v. Hang un!d Gustav Schön-
leber. Weitere Aufsätze folgen über Lichtbild-
kunst, Zeichenunterricht in Beziehung zum
Heimatschutz. Den Gmünder Künstler Gustav
Jouvdan führt Gewerbelehrer Fischer in
Gmünd vor. Or. Jul. Baum behandelt die
mittelalterlichen Bildwerke der Kgl. Alter-
tümersammlung in Stuttgart in ihren schön-
sten Kunstwerken von 13 20—1500. Der Ober-
flachter Alamannenfriedhof und dessen Funde
lernen wir durch Prof. Gößlcr näher kennen.
Der Aufsatz über „Kriegswappen" ist der Er-
innerung an den Heraldiker Freiherrn Max
von Gaisberg-Schöckingen gewidmet, und sehr
zeitgemätz plaudert Pfarrer Kiröringer über
„Die Glocken der Heimat". Neben diesen
und anderen Beiträgen erwähnen wir beson-
ders die ausgezeichneten Illustrationen, mit
denen das Werk überreich! ausgestattet ist.
Möchte auch dieser Band die Liebe zur Hei-
inar in vielen Herzen wecken und stärken!

IV.

Berichte aus dem K n o p f m u -
s e u m Heinrich Waldes. Prug-
Wirschowitz, 1917. Jahrg. 2, Heft 2/4.

Es werden Kleiderverschlüsse aus der
Wedgewood-Zeit, sowie diejenigen des Grünen
Gewölbes in Dresden behandelt. Interessant
ist die Arbeit über die Perlmutterindustrie in
Oesterreich. An den Krieg erinnert der Auf-
satz über den Kleiderver'schlutz Arm-Ampu-
tierter und Arm-Beschädigter. Unter den
„Materialien" zieht besonders an die Be-
sprechung der Ausstellung des Vereins „Mo-
denmuseum" in Berlin: „200 Jahre Kleider-
kunst, 1700—1900" mit Illustrationen.

W.

D e r Piouie r. IX, 12. Heft. Sep-
tember 1917.

Das Heft enthält als Hauptartikel eine
Abhaüdlung über die K i r ch e i n D >e u t s ch-
Altenburg von I. Harter-Hart mit 6
gelungenen Abbildungen, von denen zwei den
romanischen Karner in Deutsch-Altenburg mit
seinem prächtigen Portal vorführen. Ein wei-
terer Aufsatz redet „Geschmiedeten Grabkreu-
zen" das Wort. W.

Der Pionier. X, 1. und 2. Heft.
Oktober und November 1917.

Ist Wort und Mld wird im 1. Heft das
Kriegsgedenkzeichen der Lehrerbildungsanstalt
Freising vorgezeigt, das als Beispiel für
ähnliches gelten kann. A. Schmidt bespricht
die Ueberreste des romanischen Altars im
Dom zu Erfurt. Eine prächtige Tauf-

medaille hat Bildhauer Ruppert eütwor-
fen; es wäre sehr zu wünschen, dah unserer
neu aufblühenden Medaillenkunst seitens des
Publikums Gelegenheit geboten würde, sich
auf diesem anziehenden Gebiete mehr betä-
tigen zu können. Sicher ist eine Taufmedaille
ein sinnigeres Patengeschenk als, wie man-
cherorts Sitte, ein „silberner" Löffel u. ä.
— Heft 2 bringt eine Besprechung des Kir-
chenschatzes zu Fritzlar mit vier Lichtbildern.
Döring schlietzt seine Arbeit Wer „Die Glocke
im Leben der Kirche und des Volkes". Die
tüchtige Zeitschrift verdient weiteste Verbrei-
tung. W.

D i e ch r i st l i ch e K u n st. 1918. Heft
4 und 5 (Januar und Februar).

Die beiden Hefte bilden zusammen die
„Festschrift zum 25jährigen Jubiläum der
Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst"
und enthalten ein treffliches Bild der Wirk-
samkeit der Gesellschaft mit einem Ausblick
auf die Zukunft. Der Text ist durch nicht
weniger als 86 Bilder, darunter 8 Einschalt-
bilder, illustriert, die den Mitgliedern aller-
dings aus den Jahresmappen schon bekannt
sind. Das Ganze ist ein prächtiges Er-
innerungsblatt an die fünf Lustren geseg-
neter Tätigkeit, rastlosen künstlerischen Stre-
bens und Wirkens und schöner Erfolge auf
dem Gebiete der christlichen Kunst. Möge diese
gediegene Festschrift zugleich eine eindring-
liche Werbeschrift fein für die Zukunft und
der Gesellschaft neue Mitglieder und neue
begeisterte kiinstlerische Kräfte zuführen! W.

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und Z e i t s ch r i f t e n, ebenso Tausch-
s ch r i f t e n wollen eingesandt werden an den
Redakteur S t a d t p f a r r e r R. W e s e r i n
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statt, Eßlingen a. N., Fricdrichshafen, Geislin-
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gen und übernimmt Testamentsvollstreckungen. —
Ueber alle Geschäfte wird strengste Verschnüegen-
heit gewahrt. Gute Wertpapiere, insbesondere
mündelsichere, werden stets vorrätig gehalten.

Stuttgart, Buchdruckcrei der Akt.-Ges. „Deutsches Volksblatt".
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