Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 36.1918

Seite: 33
DOI Heft: 10.11588/diglit.21063.11
DOI Artikel: 10.11588/diglit.21063.12
DOI Seite: 10.11588/diglit.21063#0035
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/afck1918/0035
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
33

[<St. Veitskirche in Mühlhausen a. N. Mit Erlaubnis des K. Landeskonservatoriums.

Zahlen auf erst-im Lauf der Zeit Ge-
schehenes hin. Unter den Wandgemäl-
den des Chores steht die Zahl 1428.
Auf einem Holzpfeiler der Empore steht
die Zahl 1488. Damals wurde nämlich i
die Empore erst eingebaut, um mehr
Platz zu gewinnen, wie oben erwähnt.
Aus dieser Zeit stammen auch die origi-
nellen, aus Fabeltieren, Adlern und
Pflanzenranken vielfach verschlungenen
Ornamente am Holzsnerk. Aus dem.

Jahre 1510 sodann stammt der heutige
Hochaltar und einer der Nebenaltäre in
spätgotischer Form. Sehr gnädig kam
die Kirche weg bei der Reformation.
Ihr innerer und äußerer Zustand blieb
wie er war. Die Besoldung des Friih-
! nressers wurde teils der Pfarrei, teils
der Mesnerei angewiesen. Die übrigen
Einkünfte blieben der Kirchenpflege zur
Bestreitung der Kirchenbaukosten. Selbst
der Sinn des Stifters wurde noch er-
loading ...